Kaiserslautern Kaiserslautern: Brandstifter am Werk

Auf dem Bännjerrrück brannte dieses Elektroauto völlig aus.
Auf dem Bännjerrrück brannte dieses Elektroauto völlig aus.

Treibt in Kaiserslautern ein Brandstifter sein Unwesen? Das wird wohl so sein. Nachdem vergangene Woche die Feuerwehr in der Nacht zum Mittwoch drei Brände löschen musste, hat es nun in der Nacht zum Mittwoch erneut drei Mal gebrannt – und wieder musste die Feuerwehr Schwerstarbeit verrichten.

Vor einer Woche musste die Feuerwehr drei Mal in einer Nacht ausrücken. Südlich des Bremerhofs brannten zunächst mehrere hundert Quadratmeter Waldboden. Noch während der Löscharbeiten wurde die Feuerwehr zu einem weiteren Feuer in der Schrebergartensiedlung im Buchenloch gerufen, dort brannte eine Gartenhütte. Auf dem Gelände des Unisports gingen wenige Stunden später in unmittelbarer Nähe zwei Geräte- und Ausschankhäuschen in Flammen auf. Nun brannte es in der Nacht zum Mittwoch erneut – mit auffälligen Parallelen zu den Ereignissen vor einer Woche.

Zwei Brände brechen fast zeitgleich aus

Zwei Brände, die fast zeitgleich ausbrachen, und einer wenige Stunden später: Es gebe Parallelen zu den Bränden vor einer Woche, sagt Timo Ketterer von der Feuerwehr. Zunächst gerieten gegen 0.45 Uhr Holzpaletten in der Hohenecker Straße in Brand. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen mit einem Strahlrohr. Mit einem weiteren Strahlrohr sei eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut worden, um ein Übergreifen auf benachbarte Hecken zu verhindern. Fast zeitgleich habe ein Elektrofahrzeug auf dem Bännjerrück gebrannt. Auch dieses Feuer habe schnell gelöscht werden können, jedoch sei an dem Fahrzeug Totalschaden entstanden. Kaum waren die Brände gelöscht, musste die Wehr erneut ausrücken. Gegen 3.15 Uhr wurde ein Feuer in einem Einkaufsmarkt in der Hohenecker Straße gemeldet. Dort war eine Mülltonne im Eingangsbereich in Brand geraten. Als die Feuerwehr eintraf, war durch die Hitze bereits die Glaseingangstür zerstört. Der Brand konnte zügig gelöscht und ein Übergreifen der Flammen auf den Einkaufsmarkt verhindert werden. Jedoch sei der Einkaufsmarkt durch Brandrauch in Mitleidenschaft gezogen worden, so Ketterer, nach dessen Worten über die Höhe der Schäden noch keine Aussage getroffen werden kann.

"Paletten gehen normalerweise nicht in Flammen auf"

Er sprach von einer ereignisreichen Nacht, auch für die Freiwillige Feuerwehr. Die sei um 0.45 Uhr ausgerückt, kaum seien die Männer wieder zu Hause gewesen, hätten sie zum nächsten Brand in der Hohenecker Straße ausrücken müssen. Die Brandursache müsse nun die Polizei ermitteln, aber nach Einschätzung des Feuerwehrmannes deutet sehr viel auf Brandstiftung hin: Die Parallelen zu den Bränden vor einer Woche, alle drei Brandorte lägen nahe beieinander, Paletten gingen normalerweise nicht in Flammen auf, die brennende Mülltonne habe nicht da gestanden wo sie ursprünglich abgestellt worden sei. Auch die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus. Man sei gut beraten, in diese Richtung zu ermitteln, zumal die Tatorte eng beieinander liegen, erklärte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz.

Durch eine brennende Mülltonne wurde die Eingangstür eines Einkaufsmarktes in der Hohenecker Straße zerstört.
Durch eine brennende Mülltonne wurde die Eingangstür eines Einkaufsmarktes in der Hohenecker Straße zerstört.
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