Grünstadt Zwerg mit Goldkrone

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Dieser federleichte Geselle ist der kleinste Vogel Europas: Das graugrün gefärbte Wintergoldhähnchen, das sich oft zu einem runden Federbällchen aufplustert, wiegt nur etwa fünf Gramm. Im Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Dürkheim turnt der Winzling mit ausgebreiteten Flügeln auf einem dünnen Zweig. An diesem schönen Vogelpräparat kannst du sehen, wieso die Tierchen „Gold“ in ihrem Namen haben: wegen des gelben Streifens auf dem Köpfchen. Beim männlichen Vogel ist er goldgelb bis orangefarben. Wenn er ein Weibchen beeindrucken will, stellt er diese Federn hoch wie eine kleine Krone. Kein Wunder, dass der Vogel mit wissenschaftlichem Namen Regulus regulus heißt: Das ist die verkleinerte Form vom lateinischen „rex“ für König und bedeutet kleiner König. Bei uns kommen Wintergoldhähnchen das ganze Jahr vor. Sie leben vor allem in Wäldern mit Fichten und Tannen. Ihre kugeligen Hängenester bauen und verflechten sie in die hängenden Zweige der Nadelbäume. Die dicke Nestwand fertigen sie aus Flechten, Moos und Spinnweben. Ausgepolstert wird das Nest mit Tausenden von Federchen und mit feinstem Gespinst. Das alles ist so kunstvoll, dass es gut drei Wochen dauert, bis es fertig ist. Der Museumsvogel zeigt dir, wie die Vogelzwerge auf den Zweigen ihre Beute suchen. Sie flattern, hüpfen und schwirren, sie klettern, klammern und hangeln sogar kopfüber. Ständig sind sie in Bewegung. Kein Wunder, die Kerlchen müssen viele kleine Insekten und Spinnentiere fressen, um satt zu werden. Die sind im Winter schwer zu finden. Wird es sehr kalt, überleben das viele der kleinen Vögel nicht. Wenn du im Wald ein zartes „sisisi“ hörst, dann halte mal Ausschau. Vielleicht siehst du Goldhähnchen durchs Gezweig huschen. Wie heißt es in einem alten Gedicht von ihrem Zwitschern: „So zierlich klang’s, wie gesponnenes Glas...“ (lad)

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