Grünstadt Zur Sache: Was die Bahn sagt

Die Pressestelle der Bahn teilte auf RHEINPFALZ-Anfrage schriftlich mit, bei dem Bauwerk handele es sich um „eine Straßenbrücke, die von der DB Netz AG grundsätzlich nicht für den Eisenbahnverkehr benötigt wird“. Die Brücke sei durch den Anlagenverantwortlichen inspiziert worden, dieser habe schon Anfang des Jahres festgestellt, dass es zu einer Sperrung im Oktober kommen wird, „da der Zustand nur noch eine Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer zulässt“. Es sei nicht möglich, Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen, die einer Sperrung entgegenwirken könnten, schreibt der Bahnsprecher weiter, ohne dies näher zu begründen. Die Erneuerung der Brücke sei derzeit „in 2018 vorgesehen, wobei es hier aufgrund von betriebsbedingten Zwängen (zum Beispiel aufgrund erforderlicher Streckensperrungen) auch zu zeitlichen Verschiebungen kommen kann“. Konkretere Angaben, auch zur Dauer und Art der Erneuerungsarbeiten, macht die Bahn nicht. Der Umweg, der derzeit von den Landwirten gefahren werden müsse, liege bei zirka drei Kilometern und sei laut geltender Rechtsprechung zumutbar, so der Bahnsprecher abschließend. Bürgermeister Findt hat auch den CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Schindler – einen gebürtigen Rodenbacher – um Unterstützung gebeten. Die Antwort, die der Abgeordnete von der DB Netz AG erhielt und die Findt an uns weiterleitete, macht ebenfalls wenig Hoffnung und stützt die Vermutung des Bürgermeisters, dass die Bahn die Brücke am liebsten los wäre: „In unserem Hause liegen zudem keine Vertragsunterlagen vor, aus denen hervorgeht, dass die Vorhaltung der Straßenüberführung von Seiten der DB Netz AG zu gewährleisten ist.“ Es gebe Brücken, deren Erneuerung für den Bahnverkehr vordringlicher seien und die daher vorgezogen werden müssten. „Wir bieten aber der Gemeinde an, die Brücke in eigene Verantwortung zu übernehmen und die Erneuerung auf eigene Kosten einzusteuern.“ |cn