Grünstadt Zur Sache: Schutz auch nebenan

Bei zwei toten Gänsen in Carlsberg in der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim hat das Landesuntersuchungsamt am Aschermittwoch das hochansteckende Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen (wir berichteten gestern). Wegen der räumlichen Nähe wurden auch im Donnersbergkreis Schutzmaßnahmen eingeleitet. Es wurde ein Beobachtungsgebiet gebildet, das etwa den Zehn-Kilometer-Umkreis um Carlsberg umfasst. Dazu gehören auch die Stadt Eisenberg, die Gemeinden Ramsen, Kerzenheim, Breunigweiler und Sippersfeld sowie Teile der Gemeinde Göllheim (westlich der B 47), insbesondere die Aussiedlung Füllenweide. In diesem Gebiet sind dem Veterinäramt des Donnersbergkreises zirka 50 (darunter auch kleinste) Geflügelhalter bekannt. Die Halter wurden – soweit möglich – telefonisch benachrichtigt. Zu den Restriktionen, die Geflügelhalter im Beobachtungsgebiet einhalten müssen, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern, gehört die Pflicht, die Tiere derzeit in geschlossenen Ställen oder einer geeigneten Schutzvorrichtung zu halten. Außerdem besteht das Verbot, Tiere, Fleisch von Geflügel und Federwild sowie Eier und sonstige Produkte der Tiere in Umlauf zu bringen. Unabhängig von der Größe des Bestandes gilt für betriebsfremde Personen das Gebot, Schutzkleidung zu verwenden, die nach Gebrauch desinfiziert oder beseitigt werden muss. Zur Aufstockung des Wildvogelbestandes gehaltene Tiere dürfen nicht frei gelassen werden. Die Amtstierärzte der Kreisverwaltung des Donnersbergkreises werden Betriebe, die gewerbsmäßig Geflügel halten, besuchen und beraten. Kontakt Für Rückfragen steht im Donnersbergkreis Boris Rendel unter Telefon 06352/710-207, E-Mail: brendel@ donnersberg.de, zur Verfügung. Die E-Mail-Adresse der Veterinäre des Kreises Bad Dürkheim ist: veterinaeramt@ kreis-bad-duerkheim.de. |rhp