Neuoffstein RHEINPFALZ Plus Artikel Zuckerrübenkampagne: Südzucker zieht positive Bilanz

Zuckerrüben
Zuckerrüben

Knapp vier Monate hat die Zuckerrübenverarbeitung im Südzucker-Werk Offstein in diesem Jahr gedauert. Sie endet kommende Woche. Südzucker zieht eine positive Bilanz, nennt aber auch Herausforderungen.

Die diesjährige Kampagne ist aus Sicht des Unternehmens glatt gelaufen. „Bedingt durch günstige Witterung gab es wenig Probleme bei Ernte und Transport der Zuckerrüben“, teilt ein Firmensprecher auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Der Rübenertrag im Anbaugebiet, das das Hessische Ried, den Odenwald, die Pfalz, Rheinhessen, den Taunus und die Wetterau umfasst, habe im Mittel bei 85 Tonnen pro Hektar Ackerfläche gelegen. Das sei ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr, in dem der Ertrag bei 66 Tonnen pro Hektar lag. Nach drei Trockenjahren sei dieser Ertrag erfreulich. Der Zuckergehalt lag nach Firmenangaben in diesem Jahr im Mittel bei 17,4 Prozent – und damit unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Fachkräfte gesucht

Anders als in der Vergangenheit habe es diesmal wenig Probleme mit Schädlingen gegeben: Frostige Temperaturen im Februar und eine kühles Frühjahr hätten für einen geringeren Blattlausbefall an den Zuckerrübenpflanzen gesorgt – infolgedessen sei die viröse Vergilbung seltener aufgetreten. Denn die Blattlaus ist der Hauptüberträger der virösen Vergilbung, einer Krankheit der Zuckerrübenpflanze.

Knapp 1700 Landwirte liefern ihre Zuckerrüben zum Südzucker-Werk Offstein. 647 Menschen sind dort in den Bereichen der Zuckerfabrik, Forschung und Entwicklung sowie bei der Tochtergesellschaft Beneo beschäftigt.

Der Personalbedarf wird laut Firmensprecher „mit dem anlaufenden Programm zur Altersteilzeit in den kommenden Jahren steigen“. Insbesondere qualifizierte Fachkräfte würden gesucht. Das Unternehmen beschäftigt im Werk derzeit 26 Auszubildende. Hinzu kommen acht Chemielaboranten im Bereich Forschung und Entwicklung.

Keine Produktionsausfälle

Im vergangenen Jahr sei sowohl in die Energieeffizienz bei der Zuckertrocknung als auch im Bereich der Wärmerückgewinnung bei den Luft-Kompressoren investiert worden, heißt es weiter. Zum Investitionsvolumen konnte das Unternehmen keine Auskunft geben.

Auch die Pandemie beschäftigt das Werk: Die Corona-Schutzmaßnahmen seien ein erheblicher Mehraufwand für alle Beteiligten. Größere Produktionsausfälle habe es durch die Umsicht der Mitarbeiter aber bisher nicht gegeben. Auch die Impfkampagne unter den Mitarbeitern sei erfolgreich verlaufen.

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