Grünstadt Wirtschaftsader und Mythos

Der Maler Hermann Wislicenus hat im 19. Jahrhundert die Germania bei der „Wacht am Rhein“ als nationalistisches Motiv gewählt.
Der Maler Hermann Wislicenus hat im 19. Jahrhundert die Germania bei der »Wacht am Rhein« als nationalistisches Motiv gewählt.

Er ist einer der längsten Flüsse Europas und eine der wichtigsten Wasserstraßen: der Rhein. Er ist aber auch Mythos, Wahrzeichen und ein früher viel umkämpfter Grenzfluss. Seiner Bedeutung für die Geschichte der Menschen in Mitteleuropa nachzuspüren, damit beschäftigt sich die neue Vortragsreihe des Historischen Vereins, Bezirksgruppe Ludwigshafen-Mannheim.

Bei acht Veranstaltungen vom 12. Oktober bis Mai 2018 werden vielfältige Aspekte um das Thema „Rhein“ angesprochen, wie der Bezirksgruppen-Vorsitzende Martin Furtwängler sagt. Dabei gehe es beispielsweise um den Wandel des Naturraums Rhein, die Bedeutung des Flusses in der Antike zur Zeit des Römischen Reiches oder seine spätere Rolle im Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich. Darüber hinaus wird in einem Vortrag der Rhein als Europas größte Schifffahrtsstraße oder als Ort der Energiegewinnung behandelt. Die Bedeutung von „Vater Rhein“ als Ort romantischer Wunschbilder im sich industrialisierenden 19. Jahrhundert und die nationale Vereinnahmung des Flusses – zum Beispiel in frühen Filmen der Weimarer Republik – werden ebenfalls Thema sein. Nicht fehlen darf natürlich die Geschichte der Rheinbegradigung durch Johann Gottfried Tulla, mit der vor genau 200 Jahren, im Frühjahr 1817, begonnen wurde.

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