Grünstadt „Wir können noch wachsen“

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Die Sparkasse Vorderpfalz blickt auf ein solides Geschäftsjahr 2016 zurück. Mit einem Betriebsergebnis von 34,6 Millionen Euro sei die Entwicklung positiv verlaufen, es gebe aber noch Luft nach oben, sagte Vorstandschef Rüdiger Linnebank in der Sitzung des Zweckverbands. Die Restrukturierung der Bank, die 2013 aus der Fusion der Sparkassen Vorderpfalz Ludwigshafen und Schifferstadt, Rhein-Pfalz und Speyer entstand, sei weitgehend abgeschlossen.

Von dem als Zielgröße genannten sozialverträglichen Abbau von insgesamt 140 Stellen durch die Schließung von zwölf Filialen – von 61 auf langfristig 49 – seien bisher 80 bis 90 realisiert worden. Im Bereich Vertrieb sei die Restrukturierung damit abgeschlossen. Die Zahl der Filialen habe die geplante Größe erreicht. Die restlichen etwa 55 abzubauenden Stellen würden ohne besondere Maßnahmen durch normale Personalveränderungen, etwa durch das Erreichen der Altersgrenze, verwirklicht, so Linnebank. „Die Situation der Sparkasse ist besser als voriges Jahr. Unsere Maßnahmen haben gegriffen, wir hatten ein erfolgreiches Jahr 2016“, sagte Linnebank in seinem Bericht. Dazu beigetragen habe vor allem ein deutliches Wachstum im Kundenkreditgeschäft, verwies er auf ein Volumen von rund 100 Millionen Euro. „Wir sind im Ertrag im Vergleich besser als der Sparkassenverband, wollen aber noch besser werden“, so Linnebank. „Wir können und wollen noch etwas wachsen“, machte er klar. Mit einem Ergebnis von 35 Millionen Euro wäre vor einigen Jahren bei der landesweit größten Sparkasse niemand zufrieden gewesen, mindestens 50 Millionen wären erwartet worden. In den Niedrigzinszeiten habe sich das jedoch geändert, erinnerte Linnebank an die insgesamt schwierige Lage der Finanzbranche. So gebe es aktuell kaum vernünftige Anlagemöglichkeiten. Andererseits müssten der Bundesbank Negativzinsen für Einlagen gezahlt werden. „Dafür ist das schwierige Jahr 2016 für uns gut gelaufen“, sagte der Sparkassenchef. Mit dem Ergebnis von 34,6 Millionen Euro, das noch versteuert werden müsse, soll vor allem die Rücklage gestärkt werden, kündigte er an. Rund 23 Millionen Euro sollen ins Eigenkapital fließen. Mit einer Summe von 516 Millionen Euro sei bereits eine gute Eigenkapitalausstattung vorhanden. Mögliche staatliche Regelungen könnten die Anforderungen in Zukunft aber weiter steigern, nannte Linnebank den Grund für die Vorsorge. „Unsere realen Ausfälle in 2016 waren null“, sieht er die Sparkasse in dieser Hinsicht gut gerüstet. „Unsere Ziele für die nächsten Jahre: Wir wollen weitermachen wie 2016“, betonte er. So sei die Sparkasse Vorderpfalz im Vorjahr von der Zeitung „Die Welt“ mit dem Preis „Beste Bank in Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet worden. „Es gibt kein Fusionsinteresse und keine Fusionsgespräche“, erteilte er derlei Gerüchten eine klare Absage. Weiter investieren will die Sparkasse in ihr neues Kunden-Dialog-Center mit rund zehn Arbeitsplätzen. Seit Oktober stehen hier an sieben Tagen der Woche Bankmitarbeiter telefonisch und per E-Mail für Aufträge zur Verfügung. „In den ersten Wochen hatten wir über 10.000 Anrufe“, berichtete Sparkassenvorstand Elke Rottmüller. Auf die Frage nach dem Verlust von Kunden nach einzelnen Filialschließungen meinte Linnebank, dass dies „nur in kleiner Zahl“ geschehen sei. |büg/Foto: Archiv Kunz

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