Tanzen RHEINPFALZ Plus Artikel Volle Halle, viele Tänzer

Die Formation Adrenalin von der Tanzschule Knöller aus Ludwigshafen.
Die Formation Adrenalin von der Tanzschule Knöller aus Ludwigshafen.

Am Samstag und Sonntag fanden in der Salierhalle in Bad Dürkheim die Süddeutschen Hip-Hop-Meisterschaften (DAT) statt, zu denen 1270 Tänzerinnen und Tänzer angereist waren. Ausrichter der an beiden Tagen ausverkauften Veranstaltung war die Tanzwelt Movement aus Eisenberg, die sich mit dem Verlauf vollkommen zufrieden zeigte.

Schon auf dem Parkplatz merkte man, dass an diesem Wochenende etwas Besonderes sein musste, denn zwischen den zugeparkten Autoreihen sah man immer wieder kleine oder größere Tanzgruppen in auffälligen Kostümen, die zu peppiger Musik Choreografien übten. So kamen auch die Zuschauer, die keine Karten mehr für die ausverkauften Veranstaltungen ergattern konnten, wenigstens ein wenig in den Genuss von Hip-Hop. „Wir hatten pro Tag Zuschauertickets für jede Tageshälfte, also zweimal 630 Tickets jeweils für samstags und sonntags verkauft und waren an beiden Tagen restlos ausverkauft“, sagt Dennis Ewerth, der Geschäftsführer der Tanzwelt Movement.

In der Halle selbst gab es ein unglaubliches Gewusel: Tänzerinnen und Tänzer beispielsweise aus München, Augsburg, Freudenstadt, Mühlheim, aber auch aus Ludwigshafen, Neustadt/Weinstraße und Mannheim aus insgesamt 87 Formationen warteten gespannt auf ihren Auftritt. „Die jüngsten Kids waren fünf bis sechs Jahre alt, die ältesten Teilnehmer um die 60“, so Ewerth. Die beiden Moderatoren der Show, Timo Bertram-Breuer aus der tanzmanufaktur in Neustadt und Pascal Lux aus der Tanzschule Berné in Hanau, machten ihre Sache gut und vor allem Bertram-Breuer verstand es gekonnt, das Publikum auch während einer kleinen Technik-Panne bei Laune zu halten. Die Hip-Hop-Trainerin Tina Erlewein betreute gleich mehrere Formationen aus verschiedenen Tanzschulen, nämlich aus der Tanzschule Knöller aus Ludwigshafen, aus der Tanzschule La Danza aus Bad Dürkheim und aus der Tanzwelt Movement aus Eisenberg und mit allen war sie erfolgreich: Für die Tanzschule Knöller aus Ludwigshafen, die mit vier Formationen an der Meisterschaft teilnahm, wurde die Gruppe Reloaded, Süddeutsche Meister Adults Urban, die Gruppe Old Skewl erzielte den 3. Platz Classics - Ü30 und die Headphones den 3. Platz Juniors 2 Urban. Für das Tanzhaus La Danza aus Bad Dürkheim wurden Dynamic Charge und Kinetic Energy Süddeutscher Meister Juniors 2 A-Reihe Urban und für die Tanzwelt Movement erreichten die Gruppe Adrenalin den 6. Platz Meisterreihe ProfiLeague, die Mini Beats den 4. Platz Meisterreihe Juniors 2 Urban und die Gruppe Flash wurde Süddeutscher Meister Juniors 1 A-Reihe Urban. Bei den Solos ertanzte sich Finn Nachtmann den 2. Platz Adults A-Reihe Commercial, bei den Duos reichte es für Matea Prskalo und Eva Ittensohn für den 3. Platz der Meisterreihe ProfiLeague Urban und Commercial.

Außerdem waren folgende Tanzschulen erfolgreich: das Tanzzentrum Müller aus Wolfratshausen gewann gleich mehrere Formationstitel, die Dance Company Vaihingen holte beide Süddeutschen Meistertitel bei den MiniKids und Kids, das Tanzzentrum Hermann aus Freudenstadt holte mehrere Süddeutsche Meistertitel bei den Junioren und wurde Creative Award Gewinner und die tanzmanufaktur aus Neustadt gewann mehrere Süddeutsche Meistertitel, unter anderem den 1. und 2. Platz in der ProfiLeague. „Neben Tina Erlewein gehören zu unserem Trainerteam noch Jasmina Leuthe, Matea Prskalo, Amelie Molnár und Florian Hahn“, so Ewerth. Besonders die hohe Qualität der Formationen überzeugte das durchweg tobende Publikum – einige aus dem Publikum waren mit Sicherheit am nächsten Tag heißer. „In der ProfiLeague tanzen Tanzlehrer und Trainer in den Formationen mit“, weiß der Geschäftsführer des Movements.

Eine neue Kategorie, die es erst seit letztem Jahr gibt, waren die Mixed Ages. Hier tanzen MiniKids (unter 10 Jahren), Kids, Juniors, Adults und Classics (Ü30) gemeinsam in einer generationenübergreifenden Show. „Ein wirklich toller Anblick, wir wollen eine solche Formation im nächsten Jahr auch aufbauen“, verrät Ewerth. Das Feld der Formationen Ü30 bei den Classics general war besonders und hat gezeigt, dass man nie zu alt zum HipHop tanzen ist und dass man auch nicht gertenschlank sein muss, um sich cool bewegen zu können. „Den Kopf des Orga-Teams haben wir zu dritt gebildet, Tina Erlewein, Wolfgang Polifka vom Tanzhaus La Danza und ich“, sagt Ewerth, der zusätzlich vor Ort als Supervisoren Jule Lauer und Cosima Dörr hatte, die bei der Koordination halfen, Olli Koob von Ksound, der mit der Bühnen-, Licht- und Tontechnik unterstützte sowie 25 weitere Helfer im Hintergrund. „Toll war, dass uns Luis Hofmann den Live-Stream gehostet hat, bei dem wir permanent um die 450 Zuschauer hatten“, freut sich Ewerth und ergänzt: „Viele Großeltern waren sicherlich dankbar, das Event miterleben zu können, ohne selbst anreisen zu müssen.“ Der neue Termin für 2025 steht bereits: Es soll im kommenden Jahr am 3. und 4. Mai 2025 stattfinden.

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