Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Vier Gesangvereine begeistern beim Liederabend des Bissersheimer aCHORde

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BISSERSHEIM: Über ein volles Haus hat sich der aCHORde Bissersheim freuen können, als er am Samstag zu seinem Liederabend eingeladen hatte. Präsentiert wurde ein abwechslungsreiches Programm mit vier Vereinen, darunter feierten zwei ihr Debüt.

Die Vorsitzende Stefanie Wehrfritz kündigte im örtlichen Sängerheim eine Veranstaltung „so bunt wie der Herbst“ an. Und damit hielt sie Wort. Die Hausherren, eine Singgemeinschaft aus aktuell 26 Männern und Frauen unter Leitung von Uli Kneisel, stimmte das Publikum mit drei humorvollen Stücken ein. Der Mannheimer Komponist Johannes Matthias Michel hatte Joachim-Ringelnatz-Gedichte vertont, darunter auch die bekannte Geschichte zweier Ameisen, die von Hamburg aus nach Australien reisen wollten.

Wunderbar von den tiefen Männerstimmen getragen wurde die Volksweise „Kuckuck, Kuckuck, ruft„s aus dem Wald“ in einer interessanten Variation. Von keinem Geringeren als Johannes Brahms stammt das Lied „Schwesterlein, Schwesterlein, wann gehen wir nach Haus“, in dem ein Mädchen der Bitte ihres kleinen Bruders, den Ball zu verlassen, nicht nachkommen will, aus Sorge, ihr Liebster könnte mit einer anderen tanzen. Auch Werke des erfolgreichen Solokünstlers Billy Joel und des Barock-Meisters Jean-Philippe Rameau brachten die Gastgeber zu Gehör.

Die Bockenheimer unter neuer Leitung

Mit dem Katja-Ebstein-Schlager „Wunder gibt es immer wieder“, dem Pop-Titel „Ihr von morgen“ (Udo Jürgens), dem Song „Die Rose“, der vor 40 Jahren erstmals von Bette Midler interpretiert wurde, dem lateinischen Studentenlied „Gaudeamus“ und weiteren Stücken unterhielt der Gesangverein Bockenheim 1847. Den Sängern tue ihre neue Dirigentin Lena Lissy, die seit Januar den Taktstock schwingt, sehr gut, meinte Moderator Marius Pollmer. Die Bockenheimer waren erstmals Gastchor bei den Bissersheimern, ebenso wie Simply Us des GMV 1846 Lambsheim. Die Gruppe, die sich 2007 als Projektchor gegründet hatte, brachte unter Leitung von Thorsten Schoberwalter Englisches und Französisches zu Gehör. Unter anderem – von Klatschen in anspruchsvollem Rhythmus eingeleitet – das amerikanische Lied „Lollipop“ aus den Fünfzigern, den Song „Vois sur ton chemin“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ und den Gospel „Shine, Jesus, Shine“.

Gospels hatten fast alle Chöre im Gepäck, so auch der MGV Altdorf, mit dem die Bissersheimer inzwischen eine Freundschaft verbindet, wie Wehrfritz der RHEINPFALZ verriet. Andrea Knoll hatte mit ihren 22 Sängern zwischen 40 und 84 Jahren das kraftvolle südafrikanische „Yakanaka Vhangeri“ einstudiert. Präsentiert wurden beispielsweise auch die Verdi-Komposition „Überall auf der Welt singt man Lieder“, Peter Maffays „Ich wollte nie erwachsen sein“, die finnische Volksweise „Kesäillalla“ über Erinnerungen bei einem Spaziergang im Sommer und Mozarts „Luci care, luci belle“. Pollmer freute sich, dass so viele Nichtsänger unter den Besuchern waren. Die Vorsitzende Wehrfritz sagte: „Wir hatten mit 100 Gästen gerechnet, gekommen sind rund 160.“

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