Fussball
VfR Grünstadt will Aufwärtstrend in Ruchheim fortsetzen
Christian Rutz macht sich keine Illusionen. „Für Ruchheim ist es ein Do or Die-Spiel“, sagt der Trainer des VfR Grünstadt über den anstehenden Gegner. Ein Blick auf die Tabelle gibt ihm recht: Dort liegt der VfR nach zuletzt zwei Siegen mit 30 Punkten auf Platz elf, die Hausherren sind dagegen mit 21 Zählern Vorletzter.
Wenn die Ruchheimer das Spiel gegen die Elf von Christian Rutz für sich entscheiden, sind sie wieder dick drin im Geschäft. Auf der anderen Seite würde ein Grünstadter Sieg am Sonntag den Abstieg den SV Ruchheim ziemlich wahrscheinlich machen – „Do or Die“ eben.
Gut gerüstet
Doch der VfR fährt gut gerüstet in den Ludwigshafener Stadtteil. Erst der überzeugende Auftritt beim 1:0 über den FSV Schifferstadt, dann der Last-Minute-Sieg über Fortuna Billigheim-Ingenheim – die Mannschaft ist wieder in der Spur. „Das war sehr gut. Der Kopf ist nach den zwei Siegen gelöst“, freut sich der Coach. „Wir haben auch davor schon nicht schlecht gespielt, aber uns hatte das Glück gefehlt“, meinte er.
Das erarbeiteten sich die Grünstadter zuletzt und belohnten sich mit Nico Müllers Treffer in letzter Sekunde. Doch der Trainer trichterte seiner Mannschaft eines noch einmal ein: „Die Liga ist komplett ausgeglichen. Mit Ausnahme von Offenbach und Herxheim kann jeder jeden schlagen. Alles ist möglich.“
Rutz weiß um die Stärke
Grund genug also, mit voller Konzentration ins Spiel gegen Ruchheim zu gehen. Rutz weiß um die Stärke des Tabellenvorletzten. „Sie haben mit Jan Gutermann einen absoluten Individualisten“, warnt er. Und der 50-Jährige erinnert sich noch gut an das Duell im vergangenen Jahr: „Damals führten wir bis zur 86. Minute hier 2:0 und kassierten noch den Ausgleich.“
Zwei Treffer mit Folgen, denn sie beraubten die Grünstadter der Möglichkeit, an den Aufstiegsspielen zur Verbandsliga teilzunehmen. Alles Vergangenheit. Mittlerweile hat der SVR einen neuen Trainer, Michael Eisenhauer übernahm im Winter von Tobias Ehrenberg. Der neue Coach startete gut, Ruchheim holte sieben Punkte aus den ersten drei Spielen. Zuletzt gab es beim 1:2 gegen den Tabellenletzten SV Rülzheim einen Dämpfer.
Fast alle an Bord
„Die Ruchheimer Mannschaft hat sich verändert“, betonte der Trainer. „Marius Schafhaupt und David Boateng sind weg. Das Gefüge dort ist mir nicht so bekannt“, erläuterte er. Bis auf den grippekranken Christopher Lampert kann Coach Christian Rutz auf alle seiner Schützlinge zurückgreifen.