Kunstturnen
TSG Grünstadt will nachlegen
Luc Löwe wird am Samstag aller Voraussicht nach sein Debüt für die TSG Grünstadt feiern. Der 17-Jährige Berliner ist Nationalturner, brach sich allerdings im Frühjahr ein Bein und bekam erst drei Wochen vor Saisonbeginn die letzten Drähte entfernt. „Deshalb hat man ihn in den vergangenen Wochen erst mal ganz langsam wieder herangeführt. Es wurde in den vergangenen Wochen erst einmal getestet, wie das Bein bei Belastung funktioniert“, sagt der Grünstadter Trainer Florian Bachmann. Youngster Löwe wird in Heidelberg deshalb auch nicht in den Disziplinen Sprung und Boden antreten. „Er wird an die Geräte Pferd, Reck und Barren gehen, da hat er auch seine Stärken“, sagt der TSG-Coach. Im Heidelberger Aufgebot werden am Samstag wohl sogar zwei Berliner Jungnationalturner stehen. Mert Öztürk und Luis Lenhardt gelten als große Talente.
Graf fehlt
Die TSG geht mit dem Waliser Joe Cemlyn-Jones und dem Australier Heath Thorpe auf den Ausländerpositionen in den Wettkampf in Heidelberg-Kirchheim. Weiter ausfallen wird Noah Graf, der schon beim 42:28-Erfolg am vergangenen Samstag gegen die KTV Obere Lahn fehlte. Das Grünstadter Eigengewächs hat eine Armverletzung. Wie schwer es ist, wird erst in den kommenden Tagen eine MRT-Untersuchung zeigen. „Er hat immer noch Flüssigkeit im Gelenk“, sagt Bachmann.
Die Heidelberger haben wie die TSG erst einen Sieg in ihren bisherigen sechs Wettkämpfen geholt. Am vergangenen Samstag lieferten die Badener dem Spitzenteam des MTV Ludwigsburg aber einen guten Kampf. Mit 33:50 musste sich die KTG geschlagen geben, aber das Ergebnis lässt trotzdem aufhorchen. Zuvor hatten die Heidelberger zu Hause den TV Großen-Linden klar mit 48:11 bezwungen. Am ersten Wettkampftag bezog die KTG eine 24:45-Niederlage beim KTV Koblenz. Mit dem Japaner Kashiwagi Tomoya haben die Heidelberger, die aktuell mit Rang fünf in der Tabelle einen Platz hinter der TSG Grünstadt stehen, ihren Topscorer. Ob der Iraner Amir Gholamzadegan am Samstag dabei sein wird, ist noch nicht sicher.
Der Grünstadter Coach Florian Bachmann sieht seine Mannschaft in Heidelberg in der Außenseiterrolle, macht aber klar: „Chancenlos sind wir sicherlich nicht.“