Grünstadt „Tourismus für alle“

Der Landkreis Bad Dürkheim und die Stadt Neustadt gehören als Modellregion zu den Siegern des Landeswettbewerbs „Tourismus für alle“, bei dem es um barrierefreien Tourismus geht. Das teilte das Wirtschaftsministerium mit.
Die „Modellregion“ Kreis Bad Dürkheim-Neustadt knüpfe gezielt an das „Potenzial des barrierefreien Kristallisationspunktes der Verbandsgemeinde Deidesheim“ an, um die Barrierefreiheit der gesamten Region weiter auszubauen, heißt es. Dabei könne auf das „hohe Bewusstsein für einen barrierefreien Tourismus“ aufgebaut werden, das bei vielen Akteuren in der Region vorhanden sei. Mit der geplanten Position eines Servicemanagers Barrierefreiheit und dem „Runden Tisch“ an der Regio-Akademie Lambrecht seien „sehr gute Ansätze zur Vernetzung und Weiterbildung der Akteure“ entwickelt worden. Laut Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) liegt das Hauptaugenmerk zunächst auf dem Aspekt der Mobilität. Ein wichtiger Punkt in dieser Strategie sei ein Wein-Natur-Erlebnistrail: Von Bad Dürkheim über Wachenheim, Haßloch und Neustadt sollen auf einem Rundweg oder einer Etappen-Strecke verschiedene barrierefreie Angebote vernetzt werden. Der Wein-Natur-Erlebnistrail ist nur ein Punkt von vielen in dem Ideenpapier, das den Gewinn des Wettbewerbs sicherte. Aufbauend auf dem vorhandenen Angebot von barrierefreien Touristinfos und Weinerlebnissen, den Campingplätzen oder den beiden großen Freizeitparks, die ebenfalls auf Behinderte eingehen, möchte der Landkreis einen durchgängig barrierefreien Tourismus etablieren. Um dies möglich zu machen, übernehmen der Landkreis Bad Dürkheim und die Stadt Neustadt die Koordination, damit bestehende Angebote besser vernetzt und neue etabliert werden können. Nicht in den Genuss von Fördergeldern zum Aufbau eines barrierenfreien Tourismus kam in diesem ersten Anlauf die „Region Rhein-Haardt“ aus den Verbandsgemeinden Freinsheim, Grünstadt-Land, Hettenleidelheim, Monsheim und der Stadt Grünstadt. „Wir hoffen nun, dass wir bei der zweiten Bewerbungsrunde im Spätherbst noch berücksichtigt werden“, sagte der Leiter der beiden Freinsheimer Tourist-Infos Jörg Dörr auf Anfrage. Jedoch habe er damit gerechnet, dass die „Region Rhein-Haardt“ nicht gleich im ersten Anlauf berücksichtigt wird. „Am Anfang wurden die Gemeinden berücksichtigt, die zuvor schon in Sachen barrierefreier Tourismus aktiv geworden sind“, erläuterte Dörr. Rhein-Haardt wurde jedoch Ende Juli als Leader-Region anerkannt. Mit Geldern aus diesem Programm des Landes sollten auch touristische Projekte finanziert werden, so Dörr. Ausgeschrieben war der Wettbewerb für Städte und Gemeinden, die sich zur Modellregion zusammenschließen und barrierefreien Tourismus in ihrer Region ausbauen möchten. Der Landkreis Bad Dürkheim nahm mit der Gemeinde Haßloch, den Verbandsgemeinden Deidesheim, Wachenheim und Lambrecht sowie der Stadt Bad Dürkheim gemeinsam mit der kreisfreien Stadt Neustadt als eine Modellregion am Wettbewerb teil. Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium fünf Regionen ausgezeichnet, 14 hatten sich beworben. Die Siegerregionen haben jetzt die Möglichkeit, Fördermittel zu beantragen. (kkr/led/red)