Grünstadt / Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Sturm, Schnee, Glatteis: Werden die Weihnachtsbäume trotzdem abgeholt?

Januar-Stillleben: Tote Tanne auf Bürgersteig.
Januar-Stillleben: Tote Tanne auf Bürgersteig.

In Grünstadt und vielen Umland-Orten wollen Freiwillige am Samstag Christbäume einsammeln. Doch sie müssen mit Wetterkapriolen rechnen. So reagieren sie auf die Warnungen.

Nachdem ihr Duft, das Funkeln und die ehrfurchtsvollen Ahs und Ohs ob ihres Anblicks verklungen sind, droht den Weihnachtsbäumen wie jeden Januar nun ihr wenig glanzvolles Ende: die Abholung. Vielerorts werden die Tannen und Fichten an diesm Wochenende eingesammelt, doch der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturm, Schnee und Glatteis. Bekommen die Weihnachtsbäume also eine Gnadenfrist?

In Obrigheim sieht es nicht danach aus: „Unsere Sammelaktion findet statt“, sagt Martin Riedel, Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr. Da die Helfer mit Traktoren durch den Ort fahren, sei es nicht schlimm, wenn Schnee liege. Es gebe auch keine Alternative, denn die drei großen Miet-Container sind nur für dieses Wochenende gebucht. Zwischen 300 und 400 Bäumen sammeln Riedel und seine Truppe jeden Januar ein. „Das variiert immer“, sagt er. Denn nicht jeder hat einen Baum, viele ältere Leute etwa verzichten darauf.

Auch in Sausenheim bleibt alles wie geplant. Hier übernimmt das Kerwe-Komitee die Abholung. „Wir klingeln an den Haustüren und tragen die Bäume zu den Sammelpunkten an den Straßen. Dort werden sie dann von Traktoren abgeholt“, berichtet Zora Hauch, Mitglied des Komitees. Falls es so stark schneien sollte, dass die Traktoren nicht fahren können, werden sich die Helfer auf jeden Fall trotzdem zu Fuß auf den Weg machen und die Bäume zu den Sammelpunkten tragen, beteuert Hauch.

Hauch ist auch bei der evangelischen Jugend in Grünstadt aktiv. Die jungen Leute sammeln am Samstag im Grünstadter Stadtkern die Bäume ein, und auch dort will man sich vom Wetter nicht einschränken lassen.

Auch in Asselheim, wo die Jugendfeuerwehr und die Winzer am Samstag ab 14 Uhr die Bäume einsammeln, zeigt man sich optimistisch. Wenn es nicht gerade spiegelglatt sei, werde die Aktion stattfinden, sagt Ortsvorsteher Norbert Schott. Schnee sei hingegen gar kein Problem. Die Asselheimer feiern im Anschluss ab circa 17 Uhr ein Knutfest. Die Bäume werden auf dem Sportplatz verbrannt, und es gibt Glühwein, Bratwurst und Stockbrot.

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