Kindenheim
Plan für das neue Gemeindezentrum im Michelsberg 2 vorgelegt
Architektin Esther Kern aus Kirchheim erklärte dem Kindenheimer Bauausschuss die weiteren Schritte zur Verwirklichung des Projekts, das auf Amtsdeutsch als „Gemeindebedarfseinrichtung“ bezeichnet wird. Nach dem der Abriss des baufälligen Altbestands auf dem rund 500 Quadratmeter großen Grundstück am Michelsberg 2 vollzogen wurde und grünes Licht für einen Neubau vorliegt, könnte in einem ersten Schritt mit den Ausschreibungen für die Maurer-, Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten begonnen werden, sagte Kern – also für jene Gewerke, die den Rohbau stellen werden.
Ausschreibungen für die Innenarbeiten würden später folgen, erklärte sie, doch die Mitglieder des Ausschusses interessieren sich jetzt schon vor allem für die künftigen Bodenbeläge, den Sonnen- und Schallschutz sowie die Beschaffenheit von Fenstern und Wärmedämmung. Das alles würde in weiteren Schritten vorab mit dem Ausschuss beraten, versicherte Kern und erhielt Zuspruch von Ortsbürgermeister Albrecht Wiegner (FWG). Er betonte, dass er bei der Umsetzung des Projekts auf eine enge und gute Kooperation mit der Architektin und der Bauabteilung der Verbandsgemeinde setzt.
Zwei behindertenerechte Geschosse
Vom Abriss des alten Gebäudes verschont geblieben sind zwei Stützmauern und die etwas abseits gelegene, noch gut erhaltene Lagerhalle. Wann es auf dem Gelände den ersten Spatenstich für das neue Gemeindehaus geben soll, ist noch offen. Das künftige Gebäude wird einstöckig und bekommt ein Satteldach, Gauben sowie einen ausgebauten Dachraum. Architektin Kern erklärte im Nachgang der Sitzung, dass es rund acht Meter hoch sein wird.
Im Erdgeschoss, das teils in den Hang gebaut wird, kommen Gemeinderaum, Archiv, Toiletten und Heizungsraum. Für das Dachgeschoss sind Räumlichkeiten für Vereine vorgesehen. Beide Etagen sollen behindertengerecht gebaut werden. Zum neuen Haus gehören fünf Parkflächen, drei sollen von der Nordseite erreichbar sein. Die bereits bewilligte Fördersumme vom Land liegt bei etwa 50 Prozent der geschätzten Gesamtsumme von 800.000 Euro.