KIRCHHEIM
Ortsgemeinde will Druck machen beim Hochwasserschutz
Die Verwaltung wollte ein gemeinsames Konzept für acht ihrer Ortsgemeinden erarbeiten und bekam dafür auch vom Kirchheimer Rat den Auftrag. „Dieser Beschluss fiel im September, aber seitdem ist nichts geschehen“, erläuterte Bürgermeister Kay Kronemayer (FWG) bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag. Bislang seien keine Angebote zur Beratung vorgelegt worden – auch nicht in den umliegenden Dörfern, wie der Ortschef nach Gesprächen mit seinen Amtskollegen weiß. Vonseiten der Einwohner gebe es jedoch die berechtigte Erwartung, dass etwas zu ihrem Schutz unternommen werde, so Kronemayer und machte klar: „Ich will mir keine Vorwürfe anhören müssen, dass wir untätig waren.“
Brief an die Verbandsgemeinde
Seiner Ansicht nach habe die Ortsgemeinde nun zwei Möglichkeiten: Die Verwaltung anzuschreiben und aufzufordern, endlich ihren Auftrag zu erfüllen, oder sich selbst nach Planungsbüros umzuschauen, die solche Konzepte erstellen. Christel Brodback, ebenfalls FWG, schlug vor, beides gleichzeitig zu machen. Sie betonte: „Hochwasserschutz ist sehr wichtig.“ Beigeordneter Thorben Becker (SPD) meinte: „Wir könnten der VG eine Frist setzen und ansonsten in Eigenregie ein Büro suchen.“
Der Erste Beigeordnete Frank Kohnle (FWG) gab zu bedenken, dass nur ein übergeordnetes Konzept für alle Eckbach-Gemeinden Sinn ergebe, denn der Fluss höre nicht an der Kirchheimer Gemarkungsgrenze auf. Roland Werner (CDU) gab Kohnle Recht, begrüßte aber Brodbacks Vorschlag, zweigleisig zu fahren. Der Ausschuss entschied einstimmig, diese Idee zu verfolgen. Die Verbandsgemeinde soll in einem Brief aufgefordert werden, in Sachen Hochwasserschutz umgehend etwas zu unternehmen und parallel will Kirchheim selbstständig Angebote von Fachbüros einholen.