Grünstadt Noch etwas Luft nach oben
Mit der zweiten Sonnenberg-Weinwanderung der Obrigheimer Bauern- und Winzerschaft waren die fünf teilnehmenden Weingüter am Wochenende grundsätzlich zufrieden. Allerdings sehen sie durchaus noch Potenzial nach oben. Auch in Kirchheim werteten die Veranstalter ihre Wanderung rund um den „Steinacker“ als Erfolg.
Die Weingüter Baum-Storzum, Eger, Meng, Müsel und Schmitt boten am Samstag und Sonntag an Ständen und Pavillons in den Wingerten ihre Produkte an. Trotz der zufriedenstellenden Resonanz waren sich die Winzer einig, dass sich die sonnige Hanglage des Sonnenbergs mit dem Panoramaausblick Richtung Rheinebene und Odenwald noch besser etablieren könnte. „Die Sonnenberg-Weinwanderung muss sich noch etwas einspielen“, sagte Winzer Jürgen Meng. Der Samstag sei „besuchermäßig in Ordnung“ gewesen, „wenn man bedenke, dass am Wochenende in der Region viele Events mit ähnlichem Charakter waren“, sagte Meng. Touristen aus dem Saarland, Franken und Niederbayern konnte er zu seinen Kunden zählen. Auch beim Weingut Schmitt waren alle Bänke besetzt, am Ausschank bildet e sich eine Menschenschlange. „Es ist mehr los, als wir erwartet haben“, sagte am Samstag Dieter Weber vom Weingut Schmitt. Weber könnte sich vorstellen, dass nächstes Jahr die Ausschilderung entlang der Strecke etwas übersichtlicher wird. Auch Nadine Storzum vom Weingut Baum-Storzum war zufrieden. „Der Zuspruch war größer als erwartet“, sagte sie am Samstag. Der Sonnenberg mit seiner schönen Lage zwischen Bockenheim und Asselheim verdiene aber noch mehr Aufmerksamkeit, befand Storzum. Der gleichen Meinung war der Weinwanderer Andreas Artz. „Der Wanderweg in dieser schönen Lage ist noch ausbaubar.“ Für das kommende Jahr regte er an, „dass alle Obrigheimer Winzer mitmachen, zusammen mit Winzern aus Asselheim und Bockenheim. Schließlich haben auch diese Winzer Sonnenberg-Weinlagen.“ Sein Wanderkollege Uwe Beckmann aus Bensheim war ebenfalls der Meinung, dass sich noch mehr Winzer mit Ständen beteiligen könnten. Fünf Winzer seien zu wenig, sagte Beckmann. Entlang der Strecke, die durchaus auch länger sein könnte, seien „die Lücken zwischendurch zu groß“, es gebe noch weitere schöne Standortplätze, die bestückt werden könnten. Der Mann von der Bergstraße ist von der Pfälzer Landschaft und der Sonnenbergwanderung angetan. „Es ist wirklich schön hier. Und es ist noch nicht so überlaufen, wie beispielsweise in Freinsheim.“ Kirchheims Winzer ebenfalls mit Resonanz zufrieden Zahlreiche Besucher zogen am Wochenende auch durch Kirchheims Weinberge rund um den „Steinacker“: Zum dritten Mal luden sieben Weingüter zur Weinwanderung und sorgten mit Bewirtung und Ausschank inmitten des Rebenmeeres an insgesamt sechs Stationen für das leibliche Wohl ihrer Gäste. Trotz vieler zeitgleich angebotener Veranstaltungen in der unmittelbaren Umgebung verzeichneten die Winzer einen konstanten Besucherstrom auf der insgesamt rund fünf Kilometer langen Strecke: „Es ist schön, dass sich unsere Weinwanderung so gut etabliert hat: Obwohl es dieses Wochenende viele anderen Angebote gibt, haben wir so viel Betrieb wie im vergangenen Jahr“, freute sich Julia Benzinger vom gleichnamigen Weingut. Die Besucher waren vom Angebot der Weingüter begeistert, so wie Dan und Ally McLeod aus Kaiserslautern: „Great wine, great weather, great people“ – toller Wein, tolles Wetter, tolle Leute.