Kirchheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Lokal in Kirchheim eröffnet

Das Pächterpaar Swantje Schauss und Daniel Trommer in ihrem Restaurant im Weingut Benzinger in Kirchheim.
Das Pächterpaar Swantje Schauss und Daniel Trommer in ihrem Restaurant im Weingut Benzinger in Kirchheim.

Swantje Schauss und Daniel Trommer sind die neuen Pächter des Restaurants Ochs & Schwan im Winzerhof Benzinger in Kirchheim. Gehobene Küche mit überwiegend regionalen Produkten möchten die beiden Küchenmeister anbieten.

Rund vier Jahr lang stand das Restaurant leer, nun soll es wieder mit Leben und Gästen gefüllt werden. Die 25-jährige Swantje Schauss kennt die Lokalität noch von ihrem Schulpraktikum vor rund zehn Jahren, das sie im Restaurant absolviert hat. Damals betrieb dieses noch die Familie Benzinger selbst. Nun führt sie das Restaurant mit dem neuen Namen Ochs & Schwan mit ihrem Partner Daniel Trommer. „Nach dem Praktikum habe ich mich für eine Ausbildung entschieden“, erzählt die heutige Küchenmeisterin. Der Winzerhof und das Restaurant haben ihr sofort gefallen und als das Lokal dann über soziale Netzwerke zum Pachten angeboten worden sei, habe sie sich riesig gefreut. Seit rund zwei Monaten lebt die aus Monsheim stammende junge Frau wieder in ihrem Heimatort. Im Gepäck hat sie nicht nur den Titel der Küchenmeisterin, sondern auch jede Menge Erfahrung, unter anderem als stellvertretende Küchenleiterin bei Sternekoch Peter Strauss im Alpin Lifestyle Hotel Löwen & Strauss in Oberstdorf. Auch im Deidesheimer Hof kochte die Rheinhessin bereits.

Aus Bayern in die Pfalz

Für die Selbstständigkeit und die Arbeit in der Pfalz hat Daniel Trommer Bayern verlassen. Der 24-Jährige ist mit der Gastronomie und mit dem Hotel und Gasthof Adler in Bad Wörishofen, das seine Familie betreibt, groß geworden. Nach der Ausbildung im Kurhotel Marienbad in Bad Wörishofen und Stationen wie als Sous Chef im Hotel Das Freiberg, soll es nun in die Selbstständigkeit gehen. „Wir freuen uns riesig darauf, Gastgeber zu sein und das, was man gelernt hat, können wir mitnehmen“, sagt Trommer. Tagsüber wollen die beiden vorbereiten und kochen, beim Service wolle man sich dann abwechseln. Auch bei der Menüauswahl setzt das Paar auf Gleichberechtigung. Jeder könne sich miteinbringen, erzählt Schauss. Vom Brot bis zur Praline sei alles selbst hergestellt. Großen Wert legen die Gastronomen auf Frische und Regionalität. „Das Rindfleisch bekommen wir vom Donnersberg“, berichtet Trommer. Auch Innereien finden auf der Speisekarte, die saisonal regelmäßig angepasst werde, ihren Platz. „Wir wollen klassisch kochen, aber auch modern und haben einen hohen Anspruch an Qualität“, erzählen die beiden. Nicht nur bei Fleisch, auch bei Öl oder Obst setzt das Duo auf Direktvermarkter. Das Olivenöl sowie die Zitrusfrüchte erhielten sie direkt vom Erzeuger.

Bewirtet wird draußen und drinnen

Rund 30 bis 40 Personen kann das Paar im Außenbereich bewirten, die Innenräume bieten für 60 Personen Platz. Das Restaurant habe das Paar schlüsselfertig bekommen, erzählt Inhaber Volker Benzinger, der rund 15.000 bis 20.000 Euro in die Modernisierung investiert hat. „Wir wollten natürlich, dass die jungen Leute so wenig Ausgaben wie möglich haben. Die Maschinen wurden überprüft und die Kühlhäuser auf Vordermann gebracht“, berichtet der Winzer, der das Restaurant im Jahr 2006 in seinem Hof zum Verpachten eröffnet hat und es zwischenzeitlich in den Jahren von 2010 bis 2016 mit der Familie selbst geführt hat. Ab 2018 war es geschlossen. Und dann kam irgendwann die Corona-Pandemie.

Angst, nach der Pandemie und in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, ein Restaurant zu führen, haben die beiden Küchenmeister nicht. Natürlich brauche es Mut, geben sie offen zu. Jedoch sei jetzt der richtige Zeitpunkt, findet Trommer. Es benötige Geduld, sich einen Kundenstamm aufzubauen, wissen die Gastronomen, die derzeit noch ohne weitere Angestellte bewirten. „Wir freuen uns jedoch auf Verstärkung“, erzählt der junge Mann. Neben regionalen Speisen kommt natürlich auch der Wein aus der Region und vom Weingut Benzinger. Beim Namen für ihr Restaurant hat das Paar teilweise auf Tradition gesetzt. Bis Ende des 16. Jahrhunderts seien die Räumlichkeiten eine Herberge gewesen, die den Namen zum Roten Ochsen getragen habe. Wahrscheinlich auch mit einem Gasthaus, erzählt Benzinger. Und Schwan sei die Bedeutung des Namens Swantje, ergänzt Schauss.

Öffnungszeiten

Das Restaurant Ochs & Schwan ist dienstags bis freitags von 17 bis 22 Uhr geöffnet und samstags und sonntags von 12 bis 22 Uhr, Weinstraße N24, 67281 Kirchheim, Telefon 06359/205060. Weitere Infos unter www.ochsundschwan.de

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