Grünstadt Nachfrage nach Bauland steigt

Kleinkarlbachs Ortsbürgermeister Rainer Gierth (FWG), der nach 17 Jahren im Amt bei der Kommunalwahl am 26. Mai nicht mehr antritt, hinterlässt seinem Nachfolger eine schuldenfreie Gemeinde. „Wir haben einen Bestand an liquiden Mitteln von 965.000 Euro“, sagte er bei seinem letzten Neujahrsempfang als Ortschef am Samstag im Dorfgemeinschaftshaus.
Insgesamt konnte Gierth bei der vom Trio „The Flair“ umrahmten Veranstaltung viel Positives berichten. So seien etwa die Gewerbesteuereinnahmen im vergangenen Jahr rund 350.000 Euro höher ausgefallen als 2017: statt eines Defizits von mehr als 200.000 Euro wurde ein Plus von gut 154.000 Euro verbucht. Die 2015 erfolgte Umrüstung von 159 Straßenlaternen auf LED-Technik habe zu einer enormen Reduzierung des Stromverbrauches geführt, erzählte er: „2014 waren es noch 84.300 Kilowattstunden, 2017 nur noch 24.400.“ Gute Leistungen erbrächten nach wie vor die im Juni 2010 installierten Photovoltaikanlagen auf der Friedhofshalle und auf dem Haus Am Langenstein 7. Erfreut zeigte sich Gierth auch darüber, dass der Schulstandort für das Dorf mit zurzeit 891 Einwohnern gesichert sei. „Eine Grundschule ist ein wesentlicher Standortvorteil.“ Die Zusammenlegung mit der Grundschule An der Pforte in Kirchheim sei eine vernünftige Lösung gewesen, erklärte er. Jetzt gehe es darum, darauf zu achten, dass die von der Verbandsgemeinde beschlossene Sanierung des Schulgebäudes auch tatsächlich umgesetzt wird. Unbedingt entwickelt werden sollte neues Bauland. „Wir haben keine Bauplätze mehr, aber die Nachfrage steigt.“ Nach dem Flächennutzungsplan stehe der Ortsgemeinde dafür ein Potenzial von 0,2 Hektar zu. Instandgesetzt werden muss die Friedhofsmauer, was rund 55.000 Euro kosten wird. „Den Zuschussantrag haben wir im September gestellt“, so Gierth. Sanierungsbedürftig sei zudem das Feuerwehrgerätehaus, Domizil für gegenwärtig 36 Aktive, die 2018 insgesamt 38 Mal ausrücken mussten. Wieder in Ordnung zu bringen sei auch das Mobiliar in der Schutzhütte Ochsenwiese. Auf der Agenda für die nächsten Monate stehe unter anderem der vor langer Zeit im Rat beschlossene weitere Austausch alter Leuchtmittel gegen LED im Dorfgemeinschaftshaus. „Die Beleuchtung ist einer der größten Stromfresser“, erläuterte der Bürgermeister. Außerdem sei der Wartungsaufwand bei LED deutlich geringer. Investiert werden müssen dafür 18.755 Euro, wobei ein 30-prozentiger Zuschuss von 5626 Euro zu erwarten sei. Auf den Weg gebracht worden sind laut Gierth einige langfristige Projekte. Vor wenigen Tage sei das Hochwasservorsorgekonzept vorgestellt worden, das eine von Mainz geforderte Bedingung für den Bau des seit langem geplanten Regenrückhaltebeckens an der L 517 sei. Zur Instandsetzung der seit 2016 gesperrten Eisenbahnbrücke bei der Wellpappenfabrik in Sausenheim sei inzwischen klar, dass keine Synergieeffekte dadurch genutzt werden können, dass die Creos GmbH Gasleitungen verlegt. Grund: Die Firma wird dort keine Rohre in die Erde bringen.