Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Musikschule Leiningerland: Wohl letztes Sommerfest im Peterspark

Kinder mit selbst gebastelten Trommeln, Kochlöffeln und in mittelalterlicher Verkleidung hatten viel Spaß.
Kinder mit selbst gebastelten Trommeln, Kochlöffeln und in mittelalterlicher Verkleidung hatten viel Spaß.

Rund 250 Schüler der Musikschule Leiningerland haben am Sonntag beim Sommerfest im Peterspark musiziert. Es könnte ein Abschied gewesen sein.

Ganz im Zeichen der Sagenfigur Grindeo stand die Eröffnung des Parkfestes. Doch wer war Grindeo eigentlich? Diese Frage stellten sich wohl einige Besucher, die sich kurz nach Beginn des Festes ein schattiges Plätzchen unter den alten Bäumen gesucht hatten und der Begrüßungsrede von Schulleiter Richard Martin lauschten. Grünstadt habe dem freien Franken seinen Namen zu verdanken, berichtete Martin. Im sechsten Jahrhundert habe er auf dem Gelände des Petersparks seinen Speer in die Erde geworfen, um seinen Besitzanspruch zu demonstrieren. Und dann erschien er auch noch: Grindeo alias Volker Gütermann kam auf die Bühne und stellte sich dem Publikum vor.

Tanz im Mittelalterkostüm

Nach diesem geschichtsträchtigen Einstieg sowie einer Ansprache vom Grünstadter Bürgermeister Klaus Wagner (CDU) ging es in den musikalischen Teil über. Die Streicher unter der Leitung von Richard Martin boten den perfekten Einstieg in wunderbarer Kulisse. Während auf der einen Bühne die Bläserkids für ihre Leistung anerkennenden Applaus erhielten, hatten auf der hinteren Bühne die Kinder der musikalischen Früherziehung ihren großen Auftritt. Mit selbst gebastelten Trommeln, Kochlöffeln und in mittelalterlicher Verkleidung sangen sie, tanzten im Kreis und verbeugten sich im Anschluss selbstverständlich stolz vor dem Publikum.

„Musik spielt in der Erziehung eine große Rolle für uns. Es ist spielerisch möglich, Rhythmusgefühl zu vermitteln, aber auch Gefühle können gut ausgedrückt werden“, erzählte eine Grünstadterin, während sie den Auftritt ihrer Tochter mit dem Smartphone festhielt.

Neuer Bühnenplatz notwendig

Bis zum Nachmittag durften sich die Besucher über ein abwechslungsreiches Programm freuen. Mitgewirkt haben unter anderem Klavierensembles, der Fachbereich Gitarre, mehrere Bands sowie die Bläserkids. Passend zum Ambiente und ganz im Zeichen alter Handwerkskunst stellten Aussteller Töpferwaren, Klöppel- wie auch Häkelarbeiten aus. Dass es in diesem Jahr nochmals mit dem Veranstaltungsort geklappt hat, sei der Stadt zu verdanken, so Martin, der sich für diese Möglichkeit bedankte. „Diese hat die Kosten übernommen und sich um die Toilettenanlage gekümmert. Wir als Musikschule hätten das in diesem Umfang nicht leisten können.“

Statt wie früher vier oder fünf Bühnen zu stellen, habe man sich in diesem Jahr für zwei Musizierplätze entschieden. Im Rahmen des 1150-jährigen Stadtjubiläums fiel die Wahl erneut auf den Peterspark, obwohl 2023 das Ende des Standorts verkündet worden sei. Eine Wiederauflage unter diesen schattenspendenden Bäumen werde es jedoch eher nicht geben, gab sich Martin realistisch. Die Musikschule Leiningerland sei eine wichtige Einrichtung für die Stadt und das Leiningerland, so Wagner. „Sie bringt sich in der Stadt musikalisch hervorragend ein“, betonte Wagner. Mit Engagement dabei waren nicht nur die vielen Musikschüler, sondern auch die mehr als 20 Lehrkräfte, die sich für einen Plausch mit Interessierten Zeit nahmen.

Richtig Klatschen zur Musik – Fröhliche Klänge und Bewegung beim Sommerfest.
Richtig Klatschen zur Musik – Fröhliche Klänge und Bewegung beim Sommerfest.
Volker Gütermann als Grindeo auf der Bühne.
Volker Gütermann als Grindeo auf der Bühne.
Jede Menge Rhythmus und Spaß beim musikalischen Sommerfest.
Jede Menge Rhythmus und Spaß beim musikalischen Sommerfest.
Bühne frei für die Jungmusiker.
Bühne frei für die Jungmusiker.
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