Grünstadt „Mit Spielern in Kontakt“

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OBRIGHEIM/OFFSTEIN. Aus einem Flirt wurde ernst: In der kommenden Saison gehen die Ortschaften Obrigheim und Offstein eine Partnerschaft ein. Zumindest fußballtechnisch. Die SG Unteres Eistal und der TuS Offstein schließen sich zu einer Spielgemeinschaft zusammen., die den Namen „SG Eisbachtal“ tragen wird (wir berichteten). Am Samstag stellten die Vereinsvertreter ihr Konzept öffentlich vor.

Damit bilden beide Mannschaften die erste Spielgemeinschaft, die kreisübergreifend agieren darf. Der TuS Offstein spielte in der Vergangenheit in der B-Klasse Worms. In dieser Klasse wird in Zukunft auch die Erste Mannschaft der Eisbachtaler agieren. Die SG Unteres Eistal kickte hingegen in der C-Klasse Rhein-Pfalz-Nord. Hier wird fortan die Zweite Mannschaft des Bündnisses antreten. „Wir wollen uns gerade in der B-Klasse etablieren. Da haben wir etwas weniger Ahnung, als die Sportfreunde von Offstein“, sagt SG Unteres Eistal-Ausschussvorsitzender Udo Weber. „Natürlich wäre es schön, wenn wir es schaffen würden, mit der Zweiten Mannschaft in die B-Klasse aufzusteigen. Dieses Jahr waren wir ja knapp dran.“ In der Tat verlief die Saison beider Mannschaften eher ungleich. Während Unteres Eistal zu Beginn Probleme hatte, sich am Ende aber auf einen guten dritten Platz spielen konnte, lief es für den TuS nicht so gut. Am Ende wurde das Team Vorletzter und stieg nur deshalb nicht ab, weil von oben nicht genügend Mannschaften runterkamen. Was zudem auffällt: Das Torverhältnis beider Mannschaften unterscheidet sich sehr. Während SG-Trainer Isak Kurt seit jeher auf eine gute Defensive setzt, in dieser Saison kassierte sein Team nur 34 Gegentore und damit so wenige wie keine andere Mannschaft der C-Klasse, setzten die Offsteiner unter Rudolf Hartmann eher auf Angriff. Angesprochen auf diese unterschiedliche Philosophie sagt Weber: „Beide Trainer wissen das und haben bereits darüber gesprochen. Wir wollen versuchen, beiden Teams etwas mehr Defensive einzuimpfen. Gerade bei den Offsteinern wird es wohl einige Systemumstellungen geben.“ Einen Cheftrainer wird es im Übrigen nicht geben, Hartmann und Kurt trainieren die Mannschaften gleichberechtigt. Die Heimspiele finden jeweils abwechselnd in Obrigheim und Offstein statt, wobei angestrebt wird, dass die Zweite Mannschaft jeweils vor der Ersten spielt. Bis die neuen Trikots fertig sind, werden die Spieler in den Trikots des jeweiligen Heimteams spielen. Sprich: Findet das Spiel in Obrigheim statt, wird in den Trikots der SG Unteres Eistal gespielt, ist das Spiel in Offstein, werden die TuS-Leibchen angezogen. „Wir wollen so auch die Integration für die Zuschauer erleichtern“, erzählt Weber, der hinzufügt: „Beide Ortschaften verfügen über gute Plätze und Sporthallen. So sollte ein geregelter Spiel- und Trainingsbetrieb auch im Winter möglich sein.“ „Bisher sind alle Spieler an Bord geblieben, es hat uns keiner verlassen“, erzählt Weber. „Es gibt zudem Kontakte zu einigen Spielern, teilweise auch Jungs, die schon früher bei uns gespielt haben. Manche wollen sich das neue Umfeld aber erstmal aus der Ferne ansehen.“ Neben dem sportlichen Zielen, verfolgen beide Vereine noch ein weiteres Ziel, welches im Endeffekt den höheren Stellenwert genießt: „Wir wollen es schaffen, Fußballer aus unseren Ortschaften, oder zumindest aus der näheren Umgebung, bei uns zu halten. Die leistungsorientierten Sportler sollen bei uns bleiben und nicht zu anderen Vereinen wechseln. Durch die neuen Möglichkeiten, in der C- und B-Klasse zu spielen, ist ein erster Schritt getan“, sagt SG-Vorsitzende Weber.

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