Grünstadt Mit dem Taktieren ist es jetzt vorbei

OBERSÜLZEN. Beim Leiningerland-Cup haben der SV Obersülzen, der TSV Ebertsheim, der VfR Grünstadt und der TuS Großkarlbach das Halbfinale erreicht. Das Vorbereitungsturnier der Fußball-Teams aus der Verbandsgemeinde wird am Dienstag und Mittwoch mit der Vorschlussrunde fortgesetzt.
Am Freitagabend gewann der SV Obersülzen das Derby gegen den TuS Sausenheim mit 3:1, Matchwinner auf Seiten der Platzherren war Simon Klingelhöfer, der auf dem Kunstrasen im Stadion Sülzer Tor zwei Tore zum Triumph des Team des A-Klassen-Vertreters beisteuerte. Sebastian Limpert erhöhte auf 3:0. Sausenheim gelang durch Jan Benda nur noch der Ehrentreffer. Am Samstagmittag standen dann drei Begegnungen auf dem Programm. Zunächst trafen der TSV Ebertsheim und der TSV Bockenheim aufeinander. Bei Temperaturen von fast 35 Grad hatten es beide Teams schwer. In einer spannenden Partie setzte sich Ebertsheim knapp mit 2:1 durch. David Mayrer schoss den C-Klassenmeister der vergangenen Spielzeit zunächst in Front. Sebastian Schulz glich für Bockenheim aus. Doch Neuzugang Jens Hummel gelang schließlich der 2:1-Siegtreffer für das Team von Stefan Alleborn, das im ersten Halbfinale am Dienstagabend, 18.45 Uhr, auf den SV Obersülzen trifft. „Das war eine Hitzeschlacht“, sagte der Ebertsheimer Spielertrainer Alleborn nach dem knappen Erfolg. Der TuS Dirmstein hatte sich am Mittwoch beim Eröffnungsspiel mit einem 1:0 über die SG Unteres Eistal für das Viertelfinale qualifiziert. Doch dort war Endstation. Gegen den TuS Großkarlbach gelang dem Cup-Mitfavoriten in der regulären Spielzeit kein Tor. Letztlich setzte sich der Außenseiter Großkarlbach mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. „Natürlich sind wir über das frühe Ausscheiden enttäuscht, als klassenhöchstes Team hier will man natürlich ins Endspiel, aber Großkarlbach hat gut gestanden und im Elfmeterschießen entscheidet eben das Glück“, sagte der Dirmsteiner Betreuer Christian Beller, der ein wenig erschrocken über die Zuschauerzahl beim letzten Spiel am Samstag war. „Das waren gerade zehn Leute, ich dachte, dass bei dem neuen Modus, bei dem es in jedem Spiel um etwas geht, mehr Publikum da ist. Aber vielleicht lag es an den hochsommerlichen Temperaturen.“ Gegner des B-Klassen-Vertreter TuS Großkarlbach wird am Mittwoch, 18.45 Uhr, der VfR Grünstadt sein, der erwartungsgemäß mit seiner Perspektivmannschaft am Leiningerland-Cup teilnimmt. Ralf Lampert trainierte den VfR und sah einen 3:2-Erfolg seiner Mannschaft über den TSV Neuleiningen. Sebastian Wiesner erzielte die Grünstadter Führung, doch Danny Fischer gelang für Neuleiningen das 1:1. Sandro Ferraris markierte dann das 2:1 für den VfR. Neuleiningen glich durch Rouven Mann zwar noch aus, doch kurz vor Schluss setzte erneut Sebastian Wiesner den 3:2-Siegtreffer für die Grünstadter. „Bei der Hitze war für beide Teams nicht mehr drin. Unser Ziel waren zwei zusätzliche Partien in der Vorbereitung. Das haben wir mit dem Arbeitssieg erreicht, ich bin deshalb zufrieden“, befand Ralph Lampert, der die Grünstadter betreute. Im Hinblick auf das Halbfinale am Mittwoch gegen Großkarlbach betonte der VfR-Coach: „Dirmstein war im Viertelfinale gegen den TuS zum Schluss stärker, aber sie konnten ihre Chancen nicht in Zählbares verwandeln. Großkarlbach hat gut gespielt. Ich finde, die Abstände zwischen den Teams werden immer kleiner. Ein B-Klassenaufsteiger wie Ebertsheim spielte richtig guten Fußball. Vereine wie Dirmstein haben im Sommer einen Aderlass. Es wird wohl in den Halbfinals ganz eng.“ Zum neuen K.O.-Modus beim Leiningerland-Cup sagte der Grünstadter Trainer: „Mir persönlich liegt dieser Modus nicht so, es gibt aber Pro und Kontra. Man muss von der ersten Minute hellwach sein. Taktieren wie bei Gruppenspielen kann man nicht.“ (rgb)