Grünstadt Magez mischt beim Kampf ums Bürgermeisteramt mit

Pirmin Magez wird als Kandidat der Grünen um das Amt des Bürgermeisters in der Stadt Grünstadt streiten. Das hat am Freitagabend die Mitgliederversammlung des Ortsverbands Leiningerland beschlossen. Offiziell bestätigt wurde die Kandidatur von Annette Maurer für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Leiningerland. Beide Wahlen finden am 7. Mai statt.
„Zu den etablierten Parteien bieten die Grünen die deutlichsten Unterschiede und Alternativen bei diesen beiden Wahlen“, sagte Pirmin Magez in der Mitgliederversammlung. Es geht für die Grünen darum, politisch Flagge zu zeigen, im Wahlkampf Akzente zu setzen und die Themen voran zu bringen, die von den anderen Parteien nicht angesprochen werden. Es gehe doch darum, in der Zukunft eine noch größere Gebietskörperschaft zu bilden, die Stadt und das Leiningerland weiter zu verzahnen, Reibungseffekte zu minimieren, betonte Magez in der Begründung seiner Kandidatur. Immer wieder hätten gerade die Grünen Kritik geübt, falsche Entscheidungen angeprangert. Magez nannte hier die Einführung der Büchereigebühr, die der Stadt nur wenige Einnahmen bringe. An anderer Stelle werde bei gleichen Beträgen – beispielsweise bei der Zweitwohnungssteuer – gerne mal auf die Erhebung eines kleinen fünfstelligen Betrages verzichtet. Magez kritisierte auch die schlechte Informationspolitik der Stadtspitze oder die Tatsache, dass das Klimaschutzkonzept der Stadt in den Schubladen des Rathauses verstaube. Den Klimaschutz weiter voran zu treiben, ist auch eines der Ziele, die Annette Maurer nennt. „Das Leiningerland kann energieautark werden“, ist sie überzeugt. Die Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters der zukünftigen Verbandsgemeinde Leiningerland, fordert ein Mobilitätskonzept für die Region, das Familien im ländlichen Raum bindet und zugleich Teil eines aktiven Umweltschutzes sein kann. Insgesamt gehe es um mehr Toleranz, die Förderung von Integration und Kultur sowie die Schaffung einer bunten Gesellschaft. „Hier bieten wir bei den Grünen auch Wählern, die sich von den etablierten Parteien abgewandt haben eine besser Alternative als die Parteien am rechten Rand der Gesellschaft derzeit zu suggerieren versuchen“, so Maurer. ZUR PERSON Pirmin Magez, 53 Jahre, ledig, Vater zweier Töchter, Diplom-Agrar Ökonom, betreibt als Winzer ein Weingut. Seit 1996 engagiert er sich bei den Grünen, gehört seit 1999 verschiedenen Ausschüssen in der Stadt an, wurde 2007 in den Stadtrat gewählt, sitzt seit 2014 im Kreistag und im Aufsichtsrat der Stadtwerke. |jös