Grünstadt Leiningerland: Schulen sollen Strom sparen

Klimaschutzmanager Pascal Stocké will künftig auch auf der Internetseite der neuen Verbandsgemeinde über den Klimaschutz informi
Klimaschutzmanager Pascal Stocké will künftig auch auf der Internetseite der neuen Verbandsgemeinde über den Klimaschutz informieren.

Grünstadt: Am Samstag, 24. März, um 20.30 Uhr wird zur weltweiten Earth Hour das Licht ausgeschaltet, um das Augenmerk auf den Klimaschutz zu richten.

Über die Aktion im Burgdorf sprach Anja Benndorf mit dem Klimaschutzmanager der Verbandsgemeinde Leiningerland, Pascal Stocké. Herr Stocké, seit 2015 laden Sie zur Earth Hour ein. Kommen die Bürger nur zu dem „spannenden Event“ oder gelingt es auch, sie tatsächlich für die Problematik der Erderwärmung zu sensibilisieren? Die Bürger interessieren sich sehr für die verschiedenen Themenfelder des Klimaschutzes. Regelmäßig kommen Anfragen zu Vorhaben wie Beleuchtungs-, Fenster- oder Heizungstausch, zu Photovoltaik und Solarthermie sowie – ganz aktuell – zum Thema Elektromobilität. Welche Klimaschutzprojekte haben Sie 2017 in der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land verwirklicht? Wir haben diverse Baumaßnahmen in öffentlichen Gebäuden umgesetzt. So wurde vielerorts in den Dorfgemeinschaftshäusern die Beleuchtung auf LED umgerüstet, in Ebertsheim das Rathaus und die Kita energetisch saniert. In Bockenheim setzten wir unter anderem ein für die Region einmaliges Nahwärmeprojekt um. Ein Blockheizkraftwerk erzeugt in Großkarlbach Strom und Wärme für das Bürgerhaus. Durch die im Dezember 2016 installierte Photovoltaikanlage auf dem Verwaltungsgebäude in Grünstadt konnten 2017 mehr als 30.000 Kilowattstunden Strom erzeugt und damit über 15 Tonnen Kohlendioxid vermieden sowie rund 4500 Euro erwirtschaftet werden. Wir hatten drei große Informationsstände und im Bildungsbereich fanden Klimaschutzkonferenzen in Grundschulen und das Projekt „Kleiner Daumen – große Wirkung“ in Kindergärten statt. Geht es so aktiv auch in diesem Jahr in der neuen Verbandsgemeinde weiter? Selbstverständlich – mit den genannten Projekten, aber auch mit weiteren. So hat die Kita Kirchheim beispielsweise zusätzlich am Wettbewerb „Ein Tag ohne Strom“ teilgenommen. In diesem Jahr werden ebenfalls öffentliche Gebäude mit LED ausgestattet. Um unserem Ziel, innerhalb der Verbandsgemeinde Strom und Wärme ausschließlich aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, näherzukommen, sollen mehrere Photovoltaikanlagen auf Grundschulen und Schulturnhallen entstehen. Nach und nach rüsten wir die alten Heizungspumpen auf Hocheffizienzpumpen um. Mit 16 Gebietskörperschaften und Stadtwerken haben wir einen Gemeinschaftsantrag zur Förderung von Elektrofahrzeugen gestellt. Dieser wurde positiv beschieden, sodass wir dieses Jahr zu unserem ersten E-Mobil noch zwei weitere für den Verwaltungsfuhrpark anschaffen werden. Der Strom dafür kommt aus unseren eigenen Photovoltaikanlagen. Geplant ist die Installation von öffentlichen Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes. Interessierte können sich bestimmt auch bei der Earth Hour informieren, oder? Ja, wir haben dort einen Klimaschutzstand aufgebaut. Die Veranstaltung ist auch der Startschuss für die Energiekarawane für Gewerbebetriebe. Insgesamt wird die erste Earth Hour der neuen Verbandsgemeinde Leiningerland größer als die bisherigen drei in der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land. Was wird anders sein? Weil wir die rund 200 Besucher von 2017 übertreffen wollen, haben wir das Event diesmal in den Burghof verlegt. So wird es eine noch spektakulärere Feuershow als bisher geben: mit zwei Künstlerinnen auf der Bühne. Auch bekommt die Neuleininger Kita für ihr Lichterspiel erstmals Verstärkung von der Kita Löwenzahn aus Kirchheim. Aufgestellt haben wir zudem ein Energiefahrrad, auf dem die Besucher selbst Strom erzeugen können. Ist auch mal daran gedacht worden, die Earth Hour an wechselnden Orten der Verbandsgemeinde zu veranstalten? Nein, die Burgruine in Neuleiningen ist der ideale Standort für die Aktion, der in der neuen Verbandsgemeinde dazu noch relativ zentral liegt: eine der bekanntesten touristischen Sehenswürdigkeiten im Leiningerland und weithin sichtbar. Wenn wir das Licht ausschalten, soll es von möglichst vielen Menschen wahrgenommen werden.

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