Grünstadt Leininger Nachlese:

... ist geschafft, liebe Leserinnen und Leser. Ein weiterer steht den Verwaltungen der Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Hettenleidelheim noch bevor. Ehe sie am 1. Januar 2018 gemeinsam Bedienstete der neuen Verbandsgemeinde Leiningerland werden, haben sie zwei Jahre Zeit, um zusammenzuwachsen. Wobei die normale Arbeit auch nicht liegen bleiben soll. Ob das ehrgeizige Ziel, bis zu 20 Prozent Kosten einzusparen, erreicht wird, hängt nicht zuletzt von den Mitarbeitern und ihrer Bereitschaft ab, gemeinsam an einem Strang zu ziehen: allerdings nicht in zwei Richtungen. Warum aber sollten sie das nicht schaffen, was die Kommunalpolitiker letztlich auch geschafft haben: sich im Interesse der Menschen in der Region zusammenzuraufen. Dass die CDU der VG Hettenleidelheim nicht Ja gesagt hat, ist zu verstehen. Es gibt noch ein paar Baustellen, bei denen noch nachgebessert werden darf. Ein Beispiel: die Finanzierung der Freibäder in Altleiningen und Hettenleidelheim. Die VG Grünstadt-Land will über einen Förderverein für den Betrieb des Allwetterbads in Grünstadt 60.000 Euro pro Jahr zuschießen. Diese Verpflichtung wird auch die neue VG Leiningerland übernehmen. Das bedeutet, dass die Orte der VG Hettenleidelheim sich am Grünstadter Bad mit etwa 20.000 Euro beteiligen, wie dies VG-Beigeordneter Johannes-Peter Schwalb vorrechnet. Die neue VG Leiningerland gibt zwar auch 60.000 Euro für die beiden Freibäder: Aber auch daran beteiligt sich die frühere VG Hettenleidelheim mit 20.000 Euro. Da lässt sich sicher noch was tun! .. bierernst zu, als sich die Mitglieder des VG-Rats Hettenleidelheim am Mittwoch über die Fusion mit der VG Grünstadt-Land stritten. Ernst-Albert Kraft (CDU), seit 36 Jahren Ratsmitglied, übte noch einmal heftige Kritik. Und wollte sich in seinem Redefluss auch von Dieter Winnewisser (SPD) nicht unterbrechen lassen. Statt eines Zwischenrufs sollte der sich anschließend zu Wort melden, beschied Kraft dem Ratskollegen. Was Winnewisser, bekannt für seine scharfe Zunge, konterte: „Dann hab ich’s vergessen. Da geht’s mir wie dir.“ ... ist der Gemeinde Wattenheim die Infrastruktur sehr wichtig. Aktuelles Beispiel: Nachdem es keine Einkaufsmöglichkeit im Ort mehr gibt, soll ein Dorfladen aufgebaut werden. Deshalb ist sie auch froh, dass vor Ort noch Bankgeschäfte getätigt werden können. Und deshalb gab es einige Anrufe, als die RHEINPFALZ in ihrer Mittwochausgabe in Bezug auf das „Bankenviertel“ von der ehemaligen Sparkasse und der ehemaligen RV-Bank schrieb. Wir müssen einräumen: Diese Formulierungen sind falsch. Zwar unterhält die VR-Bank nur noch ein SB-Center und die Sparkassenfiliale ist nur noch halbtags besetzt: Aber es gibt in dieser Zeit noch einen Menschen, der in Geldgeschäften beraten kann. Und mit Wattenheim hoffen wir, dass das noch möglichst lange so bleibt. ... ins Niemandsland weist seit Dienstag ein Schild an der Ortsausfahrt Sausenheim in Richtung Neuleiningen. Dass dieses Schild falsch ist, haben nicht nur unsere Leser bemerkt, sondern auch der Landesbetrieb Mobilität (LBM), der Auftraggeber des Verkehrszeichens. Ein neues, richtig beschriftetes Schild sei bereits bestellt. So lange müsse der falsche Wegweiser noch stehen bleiben, auch wenn sich alle Welt darüber amüsiere, hieß es. Er sei verkehrsrechtlich wichtig, weil er - auf der Rückseite – dem Verkehr in Richtung Sausenheim richtigerweise signalisiere, dass ab dem Ortsschild Tempo 50 gelte, hieß es auf Anfrage (Foto: privat/Nippgen). ... gegen die Aufsichtsbehörden haben Obersülzen und Bockenheim aufgegeben. Obersülzen senkt zähneknirschend den Gemeindeanteil an den Ausbaubeiträgen. Und Bockenheim akzeptiert, dass auch die Bewohner des Kellergässchens, einer kleinen Stichstraße zur Weinstraße im nördlichen Teil des Ortes, den Ausbau dieser Straße mitbezahlen müssen. Die ergänzte Rechnung der Maßnahme liegt vor, sie ist von der VG-Verwaltung geprüft. Vermutlich wird der Gemeinderat in seiner Dezembersitzung über die Höhe der Anliegerbeiträge befinden. Für die Kellergässler wird es nur ein kleiner Trost sein, das die Bescheide möglicherweise nicht vor dem Fest verschickt werden. Eine schöne Bescherung bleibt’s trotzdem.