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Da steht etwas im Busch. Foto: abf
Da steht etwas im Busch.

Webseite: Eher nicht hilfreich

Schon mal versucht, das Ratsinformationssystem – also die von der Verwaltung öffentlich bereitgestellten Dokumente zu Stadtrats- und Ausschusssitzungen – im Netz zu finden? Nein? Ist auch nicht wirklich zu empfehlen. Die Schreiberin dieser Zeilen scheiterte am Dienstag daran. Angesichts eines 50 Seiten starken Vorberichts zu einem Ausschuss wollte sie dem Beispiel des Kreistags folgen und papierlos arbeiten. Dabei hat sie aber nicht mit der verwinkelten Logik der städtischen Webseite gerechnet.

Bei den Worten „Ratsinformationssystem“ und „Grünstadt“ spuckte Google eine herrlich strukturierte Seite der VG Leiningerland aus. In Grünstadt aber? Fehlanzeige. Kein Treffer. Also schnell auf die Webseite der Stadt und Menüpunkte gecheckt. Aktuelles? Fehlanzeige. Verwaltung? Fehlanzeige. Politik? Fehlanzeige. Und dann: Schweiß auf der Stirn, kurz vorm Herzkasper, denn es wird bereits beraten. Sparen wir uns die traurigen Details ...

Wer fündig werden will, sucht nach „Grünstadt“ und „Bürgerinformationssystem“. Bitte nicht wundern, wenn Sie bei der Pressestelle landen und es statt eines Menüpunkts bloß einen mickrigen Link in einem Fließtext gibt. Liebe Stadtverwaltung: Das ist doch ein Bürger- und kein Presseinfosystem. Wer soll das denn da finden? Und wie wäre es mit einem eigenen Menüpunkt? In Ludwigshafen lautet der „Bürgernah - Politik“. Nur so als Idee.

Drahtesel: Eher nicht flott

Über das Motto „Fahrrad flott!“ fürs Stadtradeln hat sich dieser Tage ein Leser aus Dirmstein amüsiert, weil am Grünstadter Ortseingang – aus Richtung Obersülzen – seit Wochen ein verlassenes Fahrrad steht, das so gar nicht flott aussieht. Daher würde der Herr das Ausrufezeichen im oben genannten Slogan gern durch ein Fragezeichen ersetzen.

Recht hat er irgendwie. Der zugewucherte Drahtesel bietet einen äußerst tristen Anblick. Auch der Hinweis der Polizei, dass Fahrräder überall in der Stadt abgestellt werden dürfen und dieses Exemplar sicher wieder abgeholt wird, tröstet nicht wirklich. Er trifft nämlich leider nicht zu, da es sich um eines der sechs übers ganze Stadtgebiet verteilte, von Kinderhand geschmückte Werberäder für die Aktion Stadtradeln handelt. Es gehört also da hin und soll dort auch bleiben.

Das Problem ist nur, dass die Werbung ihren Zweck verfehlt, wenn das Hinweisschild zwischen Blättern einer rasant wachsenden Pflanze verschwindet. Der Gedanke an eine wilde Müllhalde direkt vor der Tür des Wertstoffhofs drängt sich auf. Skandal! Klar, Grünstadt will grüner werden, aber vielleicht sollte man in diesem einen Fall doch mal mit der Gartenschere anrücken?

Schließlich will der Bad Dürkheimer Landrat den Rekord für Neueinsteiger beim Stadtradeln knacken. Dafür müssen die Menschen aus dem Kreis mehr als 400.000 Kilometer erstrampeln. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, empfiehlt es sich unbedingt, jeden Fitzel Werbung sichtbar zu halten – quasi als ständige Motivationshilfe.

Ein schönes Wochenende

wünscht Nina Schellhas

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