Grünstadt / Wattenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Lastwagen-Brand auf A6: Was daran für die Wehr besonders anstrengend war

Der Lastwagen geriet kurz vor der Ausfahrt Wattenheim in Flammen.
Der Lastwagen geriet kurz vor der Ausfahrt Wattenheim in Flammen.

Wegen eines brennenden Lastwagens auf der A6 bei Wattenheim sind die Wehren der Region in der Nacht auf Dienstag alarmiert worden. Es wurde zu einem großen und besonders mühsamen Einsatz.

Der Alarm kam mitten in der Nacht: Am Dienstag um 1.44 Uhr hatte ein Lastwagen auf der A6 bei Wattenheim Feuer gefangen. Gerufen wurde zunächst die Wattenheimer Wehr, obwohl die eigentlich gar nicht zuständig war: Der brennende Transporter stand auf einer Spur in Richtung Kaiserslautern. Und um die Einsätze dort kümmern sich normalerweise die Grünstadter Freiwilligen, weil sie sich von ihrer Auffahrt her schon auf der richtigen Seite nähern.

120 Einsatzkräfte

Über die Raststätte allerdings war die Unglücksstelle diesmal auch für die Wattenheimer erreichbar. Außerdem entwickelte sich dieser Lastwagenbrand ohnehin zu einem Großeinsatz, für den jede Menge Leute gebraucht wurden. Der Leiningerland-Wehrleiter Markus Ittel berichtet: Insgesamt rückten in der Nacht aus der Verbandsgemeinde, der Stadt Grünstadt und dem übrigen Gebiet des Kreises Bad Dürkheim etwa 120 Einsatzkräfte mit 25 Fahrzeugen an.

Ursache für den Brand war nach Polizei-Einschätzung wohl ein technischer Defekt an der Zugmaschine. Deren Fahrer konnte sich zwar noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, aber die Flammen erfassten den Anhänger. Wehrleiter Ittel berichtet: „Da waren mehr als zehn Tonnen Obst und Gemüse geladen, das ganze Sortiment: Bananen, Ananas, Zitronen, Zwiebeln ...“ Für die Einsatzkräfte bedeutete das: Nachdem das eigentliche Feuer gelöscht war, gab es noch jede Menge zu tun.

Bis 8 Uhr morgens

Denn auf der Suche nach Glutnestern mussten sie in mühevoller Handarbeit und unter Atemschutz sämtliche Paletten mit Gemüsekisten aus dem zerstörten Anhänger schleppen. Der Leiningerland-Wehrleiter Ittel sagt: Die letzten Einsatzkräfte haben den Unfallort gegen 8 Uhr verlassen, bis etwa 10 Uhr mussten sie dann noch ihre Gerätschaften verräumen und zum Beispiel ihre dezimierten Trink- und Lebensmittelvorräte für Einsätze wieder auffüllen.

Die Autobahnmeisterei blieb hingegen bis weit in den Nachmittag hinein vor Ort. Nach Polizeiangaben war nach einer Vollsperrungsphase die linke Spur schon in den Morgenstunden wieder freigegeben worden. Auf der rechten Spur und in der Wattenheimer Ausfahrt allerdings mussten den ganzen Tag über noch umfangreiche Aufräum- und Säuberungsarbeiten erledigt werden. Denn die Flammen hatten die Fahrbahn-Oberfläche so sehr angegriffen, dass sie zum Teil sogar erneuert werden musste.

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