Fussball
Landesligist VfR Grünstadt will Trainersohn mit Sieg gegen Ruchheim beschenken
Die derzeit mit zwei Punkten mehr gelisteten Ruchheimer, die auch noch ein Spiel weniger als der VfR ausgetragen haben, waren auch Konkurrent des VfR in der Aufstiegsrunde der Saison 2021/22. Und als solcher vermasselten sie im Mai mit Toren in der 85. Minute und in der Nachspielzeit zum 2:2 Grünstadt die Teilnahme an den Aufstiegsspielen.
Das soll nun anderes werden: Auch ohne die verletzten Florian Frank (Muskelbündelriss), Mor Josif Horvath (Zerrung) und Leon Heidenmann (Leistenprobleme) wünscht sich der fußballbesessene Sohn Thiago von VfR-Trainer Christian Rutz einen Grünstadter Sieg zu seinem siebten Geburtstag. Thiago hat Talent, spielt nach seinem Wechsel vom SV Kirchheim bei der U9-Jugend des 1. FC Kaiserslautern im Nachwuchsleistungszentrum des FCK. Die Erfüllung seines Wunsches wird keine einfache Angelegenheit für die Männer von Papa Rutz, auch wenn der SVR auf einige starke Akteure verzichten muss.
Viele Ausfälle in Ruchheim
So fehlen dem 39-jährigen Ruchheimer Spielercoach Tobias Ehrenberg, der nur noch im Notfall auflaufen will, mit Keeper Niklas Recknagel (Kreuzbandriss), Kai Gutermann (der torgefährliche Mittelfeldakteur fällt wegen eines Innenbandanrisses im Knie aus) und Mittelfeldstratege David Boateng (nach einer Tätlichkeit gegen den Rülzheimer Lars Schoch sah er eine umstrittene Rote Karte und ist gesperrt) enorm wichtige Akteure. Fehlen werden zudem die Ex-Grünstadter Dominik Brust, der im Urlaub weilt und sich mit dem Gedanken trägt, seine Fußball-Laufbahn zu beenden, und Dennis Lang, der aus privaten Gründen verhindert ist. „Grünstadt gehörte für mich vor Saisonbeginn sogar zu den Mitfavoriten und zeigte bei den Siegen im Pokal gegen Verbandsligist Basara Mainz und dem eindrucksvollen 3:0 beim heimstarken TSV Billigheim-Ingenheim am letzten Wochenende seine wirklichen Stärken“, sagt Ehrenberg. Trotzdem wolle seine Elf an den 2:1-Erfolg gegen den SV Rülzheim anknüpfen.
Dort habe er den Gegner beobachtet, sagt VfR-Chefcoach Rutz. Fazit: „Ein Sieg ist Pflicht, alles andere wäre enttäuschend.“ Rutz verweist auf die Ausgeglichenheit aller Teams der Landesliga, was auch ein Blick auf die Tabelle bestätige. „Da ist kein Ausreißer festzustellen.“ Der Übungsleiter verdeutlicht, dass diejenige Elf, die eine vernünftige Konstanz hinbekäme, sich auch befreien und um den Titel spiele könne. Nun gelte es, den Schwung aus den beiden jüngsten Partien mitzunehmen, wobei ihm insbesondere beim 3:0-Sieg in der Südpfalz seine Mannen viel Freude bereiteten. Rutz: „Die Moral und Einstellung im Team könnte nicht besser sein. Wie harmonisch die Kameradschaft ist, bewies die Tatsache, dass alle Akteure am Montag gemeinsam den Dürkheimer Wurstmarkt besuchten und am Dienstag wieder intensiv trainierten.“
Grenzfälle in Sachen Kaderplätze
Leider würde es bei der Aufstellung immer wieder Grenzfälle geben. Akteure, die nicht zum Zuge kämen, würden zur zweiten Mannschaft abgestellt, ließ Rutz erkennen. Es sei sehr wichtig, dass die „Zweite“ um die Meisterschaft in der B-Klasse mitspiele. „Wer in der B-Klasse aushilft, entscheidet sich immer wieder neu im Training und soll kein Maßstab für die Zukunft der jeweiligen Akteure darstellen“, betont Rutz.