Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Landesliga-Aufstiegsrunde: VfR Grünstadt verliert gegen Fortuna Billigheim-Ingenheim

Brachte den VfR 1:0 in Führung: Grünstadts Tobias Fath (links), hier im Duell mit Tamino Nicolas Hauck.
Brachte den VfR 1:0 in Führung: Grünstadts Tobias Fath (links), hier im Duell mit Tamino Nicolas Hauck.

Die Chance, mit einem Heimsieg gegen TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim den zweiten Platz in der Aufstiegsrunde zur Fußball-Verbandsliga Südwest zu sichern, haben die Landesliga-Kicker des VfR Grünstadt verpasst. Der VfR verlor am Samstag mit 1:3.

1:3 unterlag das Team von Chefcoach Christian Rutz den Südpfälzern, die sich damit für die vor zehn Tagen erlittene 1:4-Heimniederlage eindrucksvoll revanchierten. Platz zwei berechtigt zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen.

Die Gäste unter Trainer Marc Kauther machten mit ihrem Erfolg den Mannen um Kapitän Nico Müller einen Strich durch die Rechnung. Dabei stimmte bis zehn Minuten nach dem VfR-Führungstreffer durch Tobias Fath (29.) nach wunderschöner Vorarbeit von Marco Sorg bei den Platzherren zunächst fast alles. Aber nur fast, denn in der 26. Minute musste Abwehrstratege Andreas Tillschneider verletzt gegen Paul Gehrmann ausgewechselt werden. Vorläufige Diagnose im Krankenhaus: Bänderschaden im Knie. Und in Minute 39 schaffte es Fath, freistehend aus kürzester Entfernung den Ball über die Latte zu donnern. „Das hätte das 2:0 sein müssen“, trauerte Rutz dieser Torchance nach.

Lautstarke Unterstützung

Bis dahin war die Stimmung unter den 135 Zuschauern bestens. Darunter VfR-Fans, F- und D-Junioren, die lautstark ihre Rasenspieler anfeuerten. Nick Galler aus Kirchheim betätigte sich dabei mit seiner großen Trommel als klassischer Rhythmusgeber. Der eine oder andere Zuschauer stimmte sich auf der Terrasse des VfR-Clubheims in den Sprechgesang ein. Alle Tische waren mit grün-weißen Tischdecken verziert und sorgten bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen für das passende Ambiente.

Doch unmittelbar vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Marcel Laque (Diedesfeld), der mit dieser fairen Partie keine Schwierigkeiten hatte, erzielten die Gäste nach einer Flanke den 1:1-Ausgleich durch einen Kopfballtreffer von Marius Lauth (44.). VfR-Keeper Andre Zott sah dabei nicht gut aus. Ab diesem Zeitpunkt lief auf Grünstadter Seite nichts mehr, im Gegenteil: Schlussmann Zott konnte sich sogar noch auszeichnen, machte in der 57. Minute eine große Möglichkeit von Nick Barenscheer zunichte und verhinderte mit toller Reaktion in der 86. Minute einen weiteren Treffer der Gäste durch Sebastian Bollinger.

Doch bei dem Foulelfmeter durch Marcel Thiede zum 1:2 (82.), verursacht von Nico Müller an Bollinger, hatte er ebenso wenig eine Chance, wie beim Tor zum 1:3-Endstand (90.+2) durch Barenscheer. Überhaupt agierten alle Akteure der Gastgeber in dieser Partie vor allem nach der Pause unter ihren Fähigkeiten.

Immer noch selbst in der Hand

Chefcoach Rutz, von der schwachen Leistung seiner Schützlinge sehr enttäuscht, sprach von dem schlechtesten Spiel seiner Mannen in der Aufstiegsrunde. Er sah die Gründe im ungenauen Passspiel, in den nicht angenommenen Zweikämpfen und dass der Gegner oft zu viel Platz besaß. Es solle zwar keine Entschuldigung sein, „aber in den letzten Wochen haben wir kraftraubenden Fußball gespielt, und das war auch meinen Jungs heute deutlich anzumerken.“

Nach wie vor habe es sein Team mit nunmehr vier Punkten Vorsprung immer noch selbst in der Hand, den zweiten Platz zu erreichen. Rutz: „Es wird sicherlich nicht einfach, aber meine Jungs haben schon mehrmals bewiesen, dass mit ihnen immer wieder zu rechnen ist.“

So spielten sie

VfR Grünstadt: Zott - Hess, Müsel, Tillschneider (26. Gehrmann), Czekalla - Müller - Lampert, Scherer - Dorn (68. Mujevic), Sorg - Fath (75. Antonovic).

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