Grünstadt Kräftiger Rückenwind für Niederhöfer

Mit kräftigem Rückenwind seiner Parteifreunde geht Reinhold Niederhöfer (SPD) in den Kampf um das Amt des Bürgermeisters der künftigen Verbandsgemeinde Leiningerland. Die Delegierten aus der VG Grünstadt-Land und der VG Hettenleidelheim wählten ihn am Mittwochabend im Rosengarten in Obrigheim einstimmig zu ihrem Kandidaten.
„Ein fulminantes Ergebnis und ein wichtiges Signal zur rechten Zeit“, wertete der amtierende Bürgermeister der VG Grünstadt-Land. Im Anschluss an die Nominierung streifte der 60-jährige Kleinkarlbacher kurz seinen beruflichen Werdegang, seine private Situation, seine Arbeit in politischen Gremien sowie sein ehrenamtlichen Engagement, zum Beispiel in Vereinen oder der Gewerkschaft. Auch skizzierte er erste Eckpfeiler seiner Politik, sollte er am 7. Mai zum Bürgermeister gewählt werden. Oberstes Ziel sei, dass sich die Menschen in der neuen Verbandsgemeinde wohlfühlen, die zum 1. Januar 2018 durch eine Fusion der VG Grünstadt-Land mit der VG Hettenleidelheim entsteht. Der Zusammenschluss sei notwendig und richtig, sagte Niederhöfer. Die Fixkosten der Kommunen „steigen immer mehr, aber die Einnahmen wachsen nicht in gleicher Höhe“. Daher sei es ein gutes Signal, dass die 21 Ortsgemeinden der VG Leiningerland schon zu Beginn der Fusion ein Plus von mehr als 280.000 Euro in der Kasse hätten. Im Interesse der Menschen müsse die neue Verwaltung in Betrieb gehen, ohne dass es die Bürger groß spüren, oder dass es zu Verzögerungen kommt, gab Niederhöfer vor. Er schwor seine Genossen auf Gemeinsamkeit ein. Denn für die Umsetzung der Ziele brauche er als Bürgermeister auch im neuen VG-Rat eine starke SPD-Fraktion. Für das Gelingen sieht Siegfried Sell-Sommerrock, der Vorsitzende der SPD in Obrigheim, im Rosengarten ein gutes Omen. Hier sei Niederhöfer 2002 zum VG-Beigeordneten und 2010 zum Bürgermeisterkandidaten gewählt worden. Zügig und souverän, gepaart mit einer gesunden Portion Humor, führte Stephan Schenk Regie. Er ist der Vorsitzende der SPD in der VG Leiningerland, die rund 570 Mitglieder zählt. Ihm oblag es, für den Vorstand den Kandidaten vorzuschlagen. „Nach langen und sehr intensiven Beratungen ist die Wahl zu unserer und eurer Überraschung auf Reinhold Niederhöfer gefallen“, ließ er mit einem Schmunzeln wissen. Die Vorarbeiten auf den 1. Januar 2018 liefen gut, sagte Schenk. „Und das liegt auch an Reinhold Niederhöfer.“ Schenk gehört auch dem Lenkungsausschuss an, den Politiker der beiden fusionierenden Verbandsgemeinden bilden. Gast der Konferenz war Isabel Mackensen, die Direktkandidatin der SPD im Bundestagswahlkreis 208. Sie hielt sich an das Hettrumer Motto, wonach Reden kurz und Bratwürste lang zu sein haben. Die 30-Jährige warb um Unterstützung der Genossen, „damit wir nach 45 Jahren das Ding wieder direkt gewinnen“. |ks/Foto: privat