Grünstadt Kommentar: Zwei zu zwei

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Zwei Bürgermeisterkandidaten könnten mehr Biss haben, die

anderen beiden mehr

Sachkompetenz.

Auf dem RHEINPFALZ-Podium am Dienstag in Bockenheim ist erwartungsgemäß nur ein Bruchteil des Themenspektrums, das die Verschmelzung zweier Verbandsgemeinden hergibt, zur Sprache gekommen. Das Publikum konnte sich trotzdem ein gutes Bild von den vier zur Bürgermeisterwahl stehenden Kandidaten machen. Zwei davon haben die Favoritenrolle und kamen auf der Bühne der Emichsburg souverän, kompetent und sympathisch rüber: Frank Rüttger (CDU) und Reinhold Niederhöfer (SPD). In vielem sind sie einer Meinung, dennoch verstehen sie es, unterschiedliche Akzente zu setzen und den vermeintlichen Vorteil des jeweils anderen nicht zum Nachteil für sich selbst werden zu lassen. Von zwei so starken und kräftig unterstützten Bewerbern hätte man sich allerdings etwas mehr Biss und Selbstdarstellungsfreude gewünscht. Selbstbewusst wirkten auch die beiden Kandidaten, die es vermutlich nicht in die Stichwahl schaffen werden: Annette Maurer (Grüne) und Uwe Martin ohne Parteihintergrund. Sie müssen sich die Kritik gefallen lassen, dass sie nicht gut auf die doch naheliegenden Themen der Veranstaltung vorbereitet waren. Während Maurer das mit sympathischer Bescheidenheit und Humor ein wenig wettmachen konnte, schien Martin nicht um die Gunst der Zuhörer ringen zu wollen. Wenn der Kindenheimer auf eine Frage wiederholt mit Schlagwörtern wie „Managementaufgabe“ und „Bürgerbefragung“ antwortete oder den Moderatorinnen einfach eine Gegenfrage stellte, kam immer wieder verärgertes Murren im Saal auf – zu Recht.

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