Grünstadt Kleiner Teufel

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GRÜNSTADT. Viele Kinder spielen Fußball und träumen von der Profi-Karriere. Einer, der ebenfalls ganz hoch hinaus will und dafür auf einem ganz guten Weg ist, ist Moritz Maurer aus Grünstadt. Der 13-jährige Schüler spielt seit zwei Jahren beim FC Kaiserslautern.

„Bereits als Fünfjähriger wollte Moritz Fußball spielen“, erinnert sich die Mutter, Silke Maurer. Also probierte Moritz zunächst zwei, drei Monate beim SV Obersülzen zu kicken, um dann festzustellen, dass Vereinsfußball doch noch nichts für ihn war. „Er pausierte dann ein Jahr und startete einen neuen Anlauf mit sechs“, erzählt sie. Das war dann der richtige Zeitpunkt. „Moritz spielte dann gerne von den Bambini bis zur E-Jugend beim SVO“, so die Mutter. In den vergangenen Jahren beim SVO wurde er immer wieder zum Stützpunkttraining nach Fußgönheim eingeladen und absolvierte dort wöchentlich ein zusätzliches Training. „Als ich zehn war, wurde der SV Sandhausen auf mich aufmerksam und hat mich zum Probetraining eingeladen“, erinnert sich Moritz. Obwohl der Verein ihn unbedingt haben wollte, habe er sich Bedenkzeit auserbeten. Moritz besucht seit zwei Jahren das Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern, das als Eliteschule für Sport und für Hochbegabte gilt. „Ich habe das Glück, dort sogar in die Fußballklasse zu gehen“, erzählt er. Fußballklasse bedeutet, dass er zweimal wöchentlich zwei Stunden Fußballtraining hat, das von DFB-Trainern durchgeführt wird. Gleich nebenan werden die Fußballer des FCK trainiert – die Schule ist direkt neben dem Geländer der TSG Kaiserslautern. „Im November kam also die Anfrage vom SV Sandhausen, im Dezember – noch in meiner erbetenen Bedenkzeit – dann die Kontaktaufnahme durch den FCK – meine Entscheidung war natürlich klar“, erinnert sich Moritz. Er startete beim FCK in der D-Jugend. „Gleich nach der Längerbetreuung werde ich vom FCK an der Schule abgeholt und zum Training gebracht, und seit dieser Saison werde ich nach dem Training sogar nach Hause gefahren“, erklärt er. Viermal wöchentlich trainiert Moritz beim FCK, hinzu kommt das Fußballtraining zweimal wöchentlich in der Schule. „Das ist natürlich viel, aber Moritz ist ein guter Schüler und hat von vornherein gelernt, seine Zeit gut einzuteilen und gut zu planen“, bestätigt der Vater Thorsten Maurer. Und sollten die Noten tatsächlich mal nicht mehr so gut sein, kümmert sich auch darum der 1. FC Kaiserslautern. „Es gibt Schüler in meiner Klasse, bei denen die Noten zurzeit nicht mehr so ganz stimmen, bei denen hat sich der Verein eingeschaltet und organisiert Nachhilfestunden, während die anderen Fußballtraining haben“, erzählt Moritz, der zur Aufnahme in die Fußballklasse eine besondere Aufnahmeprüfung bestehen musste. „Zunächst musste ich Gymnasialempfehlung haben und dann noch ein Probetraining durchlaufen – von rund 100 Kindern wurden dann 25 für die Fußballklasse ausgewählt“, sagt er und strahlt dabei. Außer Sport ist sein Lieblingsfach Mathe. Sportliche Erfolge hat er schon einige zu verzeichnen: Erst 2015 ist er mit seiner Schülermannschaft Rheinland-Pfalz-Meister geworden und hat bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Blankenburg den fünften Platz erzielt. „Wir wetteifern immer mit einer Schülermannschaft aus Mainz, aber in der Verbandsliga 2015/2016 haben wir sie wieder geschlagen und sind Meister geworden“, erzählt er lachend. Im Mai hat er in Edenkoben zentrale Sichtungsspiele absolviert, bei denen die Besten der DFB-Stützpunkte gegeneinander spielen und wurde dort für weitere Lehrgänge nominiert. „Besondere Erlebnisse sind immer die internationalen Turniere, beispielsweise in Trier, bei denen auch Ajax Amsterdam, der FC Porto oder eine Mannschaft aus Liverpool dabei sind – in diesem Jahr haben wir dort den dritten Platz gemacht“, erzählt Moritz stolz. Sein berufliches Ziel: Profifußballer, ist ja klar. Den Start seiner Karriere könne er sich durchaus beim FCK vorstellen. „Wie es dann weitergeht, mal sehen“, meint er lachend. |bbq

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