Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Kirchheim: Aldi reagiert auf Proteste vor Zentrallager

Protestplakat in Kirchheim.
Protestplakat in Kirchheim.

„Aldi ist grundsätzlich daran interessiert, eine partnerschaftliche und vernünftige Einigung mit unseren Lieferanten im Sinne aller Beteiligten zu finden.“ Das antwortet die Aldi-Pressestelle auf die Frage, ob die Proteste der Initiative „Land schafft Verbindung“ Auswirkungen auf die derzeit laufenden Milchpreis-Verhandlung von Aldi-Süd und Aldi-Nord haben.

Die Meldung, dass Aldi die Preise für Milchprodukte senken wolle, hatte dazu geführt, dass Landwirte vor Aldi-Zentrallagern protestiert haben. Von der Regionalgesellschaft Kirchheim aus werden mehr als 50 Aldi-Märkte in der Region mit Lebensmitteln versorgt.

Auf RHEINPFALZ-Anfrage zu den Protesten heißt es von Aldi, man bitte um Verständnis, dass man sich nicht im Detail zu den derzeit laufenden Verhandlungen äußern wolle. „Wir befinden uns wie jedes Jahr üblich um diese Zeit in der Ausschreibung für Milchprodukte.“ Ausschlaggebend für die Preisfindung seien die weltweiten Rohstoffmärkte – und insoweit Angebot und Nachfrage. Aldi dementierte, dass dies etwas mit dem Coronavirus zu tun habe.

180 Landwirte, Winzer und Gemüsebauern haben nach Angaben der Initiative „Land schafft Verbindung“ am Sonntagabend mit ihren Traktoren gegen die von Aldi geplante Senkung des Milchpreises protestiert. Es ist ihnen darum gegangen, darauf hinzuweisen, dass die Bauern für ihre Milch Preise bekommen, von denen sie leben können. Proteste gab es auch vor anderen Aldi-Zentrallagern.

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