Kirchheim
Kein Trampolin für den Spielplatz
Bei der Dorfmoderation mit den Kindern wurde der Wunsch nach einem Trampolin für den Spielplatz „Im Bügen“ geäußert. Beigeordneter Frank Kohnle (FWG), der die Sitzung leitete, hatte ein Angebot eingeholt, wonach so ein Gerät circa 3700 Euro kosten würde. Hinzu kommt die Befestigung im Untergrund sowie die Montage. Das Trampolin habe einen Durchmesser von 1,60 Meter, die Fallhöhe liege unter einem Meter und es sei so gebaut, dass es – aus Sicherheitsgründen – nur eine mittlere Sprunghöhe zulässt, informierte Kohnle.
Thomas Dhonau (SPD) sieht das Projekt kritisch. „Der Preis ist ganz schön hoch für ein relativ kleines Gerät, das immer nur von einer Person benutzt werden kann“, sagte er und fragte, ob nicht ein größeres Trampolin relativ gesehen billiger wäre. Das konnte Kohnle nicht sagen. Er verteidigte aber die Kosten, denn schließlich müsse das Gerät für den Gebrauch auf öffentlichen Spielplätzen zertifiziert sein. Damit war auch Sigrid Auhorns (CDU) Frage nach möglichen Haftungsrisiken für die Gemeinde beantwortet.
Alternative Spielmöglichkeiten gefragt
Dhonau hakte nach: „Was wollten die Kinder denn noch? Vielleicht hat das Trampolin gar nicht oberste Priorität.“ Von Susanne Raaf (SPD) vermutete, dass es wegen eingeschränkter Sprungmöglichkeiten schnell uninteressant werden könnte. Auf die Bedenken von Robert Weiß (KL), dass mit der Installation eines Trampolins „Im Bügen“ solche Geräte auch auf den anderen beiden Spielplätzen gewünscht werden, meinte Bürgermeister Kay Kronemayer (FWG), dass nicht überall dieselbe Ausstattung gebraucht werde. Im „Mittleren Waldweg“ sei zudem kein Platz. Letztlich wurde die Anschaffung mehrheitlich abgelehnt.
Auch für ein Sonnensegel, das auf dem Spielplatz „Rieslingweg“ Schatten spenden soll, gab kein Grünes Licht. Eltern hatten darum gebeten, weil das Areal im Hochsommer faktisch nicht nutzbar sei. Es lag eine Offerte für 4486 Euro vor – inklusive Lieferung und Montage. Dhonau erinnerte daran, dass das Projekt vor zwei, drei Jahren schon einmal abgelehnt wurde: wegen des Preises, des Vandalismusrisikos und der Frage nach der Windfestigkeit.
Lieber Bäume als Schattenspender
Dhonau regte an, stattdessen einige größere Bäume zu pflanzen. Thomas Göller (FWG) unterstützte diese Idee. Bürgermeister Kronemayer erklärte jedoch, dass ein Gärtnermeister auf die Probleme aufmerksam gemacht habe, die Bäume mit sich brächten: Die Wurzeln könnten Geräte und Einfriedungen kaputtmachen und Stolperfallen darstellen. Überdies müssten große Abstände zu den Spielgeräten eingehalten werden.
Im Übrigen sei das Sonnensegel durchaus windfest, da es aus Gewebe bestehe, das durchlässig für Wind sei und daher nachgebe. Dennoch beschloss das Gremium, den Kauf eines Schattenspenders zurückzustellen, bis ein Gesamtkonzept für eine nachhaltige Begrünung erarbeitet worden ist.