Hettenleidelheim Inder sitzen fest: Fahrt nach Paris endet in Hettenleidelheim

Die Festhalle in Hettenleidelheim wird vorübergehend zur Unterkunft für gestrandete Reisende.
Die Festhalle in Hettenleidelheim wird vorübergehend zur Unterkunft für gestrandete Reisende.

Der Schneefall und das Chaos auf der Autobahn unterbracht ihre Reise jäh: Überwiegend indischen Insassen von zwei vollbesetzten Reisebussen erhielten deshalb in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Hettenleidelheimer Festhalle Asyl.

Sie waren auf dem Weg nach Paris, als die A6 in dem Schneechaos voll gesperrt wurde, wie Ortsbürgermeister Steffen Blaga (CDU) berichtet. Die Busfahrer und weitere Autofahrer seien von der Feuerwehr von der Autobahn gelotst und dann mit Zwischenstation im Feuerwehrgerätehaus in der Festhalle umsorgt worden. Das Deutsche Rote Kreuz, Vertreter des Fördervereins Erweiterter Rettungsdienst und weitere Helfer hätten sich um die Insassen der Busse und andere liegengebliebene Autofahrer gekümmert.

Der große Saal sei gefüllt gewesen, der kleine Saal und die Bühne seien kurzerhand vom DRK mit Feldbetten zu zwei Schlafbereichen umgewandelt worden. Blaga erzählt von einer spontanen Aktion eines Bürgers, der neben der Festhalle wohnt: „Aufgeschreckt von den Einsatzfahrzeugen hat er einen Wasserkocher von zuhause geholt und nach einem langen Arbeitstag bis circa 5 Uhr morgens eine Kanne Tee nach der anderen für die Inder gekocht.“

Die Reisenden seien überglücklich über das warme Dach über dem Kopf gewesen und hätten – als die Busse wieder losfahren wollten – geholfen, die Stühle und Tische abzubauen und sich vielmals bei allen Akteuren bedankt.

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