Grünstadt Ilic fehlen trotz Sieg die Worte

«Kaiserslautern/Offenbach.» Die Verbandsliga-Damen der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim lieferten beim 1. FC Kaiserslautern eine schwache Leistung ab, konnten aber dennoch beide Punkte mit nach Hause nehmen. 21:20 (8:11) gewannen sie in einem sehr kampfbetonten Spiel. Ebenfalls eng war das Spiel der Herren beim TV Offenbach II, das mit einer Punkteteilung endete. 30:30 (14:16) stand es nach 60 Minuten.
Die Nordpfälzer Wölfinnen hatten sich einiges vorgenommen für das Spiel in Kaiserslautern. Geklappt hat indes sehr wenig. „Unsere Angriffsleistung war ganz schwach. Mir fehlen die Worte“, sagte ein sichtlich enttäuschter Trainer Sasa Ilic. Die HR hatte sich vorgenommen, spielerisch Lösungen zu finden. Herausgekommen, so Ilic, sei ein statisches Angriffsspiel, das den Namen nicht verdient habe. „Ich kann es mir nicht erklären, wie eine solche Leistung zustande kam. Daran müssen wir dringend arbeiten“, betont Ilic, denn er weiß: „Gegen stärkere Gegner wird das nicht reichen.“ Zeitstrafen für die Hausherrinnen hielten die Wölfinnen in den ersten 40 Minuten im Spiel. Beim Stand von 3:6 und 11:15 drohte die HR weiter in Rückstand zu geraten, doch in Überzahl kamen die Nordpfälzerinnen zu wichtigen Toren. Nach dem 15:15 wechselte die Führung ständig, keine Mannschaft konnte sich mehr absetzen. 28 Sekunden vor Spielende war es dann Sina Graf, die mit einem verwandelten Siebenmeter für die Entscheidung sorgte. „Den anschließenden Angriff von Kaiserslautern haben wir sehr gut verteidigt“, freute sich Ilic. Überhaupt hatte er an der Defensivleistung wenig auszusetzen: „20 Gegentore sind absolut okay. Die Mädels haben auch super gekämpft. Jetzt heißt es Mund abputzen und es das nächste Mal besser machen.“ Wölfe verpassen Auswärtssieg nur knapp Christian Wiehler erzielte zwei Minuten vor Spielende das 30:29 für die Wölfe, die so am Auswärtssieg schnupperten. Allerdings hatte Offenbach etwas dagegen. Mit einem Strafwurf zehn Sekunden vor dem Schlusspfiff glichen sie zum Endstand aus. Trotz der verspielten Führung sprach HR-Trainer Patrick Dermody von einem Punktgewinn: „Offenbach war fast die gesamte Spielzeit in Führung, von daher sehe ich das Remis als Punktgewinn.“ Lange war die Partie ausgeglichen. Dann spielten sich die Gastgeber eine Drei-Tore-Führung heraus. „Sie haben unsere Abwehr mit ihrem kontrollierten Angriffsspiel eingeschläfert. In den entscheidenden Momenten haben wir dann keinen Zugriff auf den Kreisläufer bekommen“, bemängelte Dermody. Die HR kämpfte sich in der Schlussphase noch einmal heran und hatte am Ende auch noch die Chance auf einen doppelten Punktgewinn. „Ein Sieg wäre mit etwas mehr Konzentration absolut drin gewesen“, meinte Dermody. Die zweite Herrenmannschaft bleibt indes auch nach drei Spielen in der A-Klasse ohne Erfolgserlebnis. Bei der MSG TSG/1. FC Kaiserslautern II unterlagen sie mit 23:35 (13:16). Besser machte es das Reserveteam der Damen, die beim 1. FC Kaiserslautern mit 18:15 (6:7) gewannen. So spielten sie Damen: Steinbach; Graf (8/7), Stark (3), Herrmann (3), Setzer (3), Ecker (2), Schafar (1), Fattler (1), Peter, Kohlmann, Vogel, Koch, Bornewasser. Herren: Kaiser, Griebe; Heinz (6/1), Drude (5), Kuhn (5), Ebel (5), Risser (3), Boger (2), Selz (2), Christian Wiehler (2), Jan-Martin Wiehler.