Eisenberg / Leiningerland Gruselige Deko-Grüße zu Halloween
Halloween-Deko in der Region kommt ungeheuer kreativ daher. Mal mit überdimensionalen Spinnenweben, mal mit aufgepusteten Gespenstern, Knochengestellen und Fledermäusen. Ganz oft aber vor allem mit ausgehöhlten Kürbissen. Und dieser Brauch stammt aus Irland. Das Licht im Gemüse soll den Teufel und böse Geister fernhalten.
Das Basteln dieser Laternen geht dabei auf eine Legende zurück. Als ein Bösewicht namens Jack gestorben war, soll ihm getreu der Horror-Geschichte, Gott den Zugang zum Himmel verwehrt haben. Doch auch in der Hölle wollte man Jack nicht haben, weil er es sich zu Lebzeiten mit dem Teufel verscherzt hatte. Und so war der Unhold dazu verdammt, einen Ort auf der Erde zu suchen, an dem er bleiben könnte. Er soll sich ein Stück brennende Kohle in eine ausgehöhlte Rübe gelegt haben, um im Dunkel der Nacht etwas zu sehen. Daraus leiteten die Menschen den Glauben ab, dass man mit solch einer Laterne dem Teufel und der Hölle entkommen könne. Als die Iren nach Amerika auswanderten, nahmen sie anstatt der Rübe fortan Kürbis. Der war ganz einfach besser zum Aushöhlen geeignet.
Und auch hierzulande haben die Leute Freude daran, Gesichter in die orangefarbenen Schalen zu schnitzen. Ganz so tiefgründig betrachtet Familie Issler aus Eisenberg den Grusel-Brauch aber nicht. Die Familien-Mitglieder haben viel mehr Freude daran, die Feste zu feiern, wie sie fallen und ihr Haus in eine Geister-Mansion zu verwandeln. Wer hier durch die Straßen wandelt, der braucht starke Nerven. Kein Wunder, das Schmücken nahm ja auch einiges an Zeit in Anspruch.