Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Grünstadter Landesligakicker starten gegen Herxheim in Saison

Keineswegs verlieren lautet die Marschroute des Grünstadter Trainers Christian Rutz.  Foto: lau
Keineswegs verlieren lautet die Marschroute des Grünstadter Trainers Christian Rutz.

Endlich ist es wieder soweit: Auch in der Landesliga Ost, der zweithöchsten Liga des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV), startet am Wochenende die neue Saison. Zum Flutlichtspiel am Freitagabend erwartet der VfR Grünstadt (19.30 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion) sogleich den Meisterschaftsfavoriten von SV Viktoria Herxheim.

Es ist ein Duell zweier Traditionsmannschaften, wobei die Südpfälzer bereits 26 Jahre, der VfR 23 Jahre der höchsten Liga des SWFV, der Verbandsliga Südwest, angehörten. Die Herxheimer sind schon deswegen favorisiert, da sie unter ihrem Chefcoach Konstantin Stengel ein eingespieltes Team sind, das nicht umsonst punktgleich mit der TSG Bretzenheim den dritten Rang in der zurückliegenden Spielrunde hinter den Aufsteigern SV Rülzheim und Basara Mainz erreichte.

Allerdings: Am vergangenen Sonntag flog der Landesligist bereits in der Zweiten Verbandspokalrunde beim Titelanwärter der Bezirksliga Vorderpfalz, der TSG Jockgrim, mit 6:5 nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb. Kurios: Die Viktoria führte nach Treffern von Fabian Clever (12.), Mario Schädler (54.) und Marcel Hadrosek (85.) vor 350 Zuschauern bis vier Minuten vor Schluss mit 3:1. Jan Ößwein (86.) und Valentin Reiss (90.+3) sorgten für eine kleine Sensation, schafften den Ausgleich für Jockgrim und es ging in die Verlängerung. Letztlich entschied das Elfmeterschießen den südpfälzischen Pokalfight zugunsten des Bezirksligisten.

Kruckers Einsatz fraglich

Ganz schlimm: Marco Krucker, defensiver Mittelfeldspieler der Viktoria, musste nach Foulspiel mit einer Knieverletzung das Feld verlassen; ein wichtiger Akteur, der zahlreiche Oberligaspiele für den SC Hauenstein und den TuS Mechtersheim absolvierte, ehe er von Rülzheim in der vergangenen Saison nach Herxheim wechselte. Ob der 31-Jährige in Grünstadt aufläuft, ist mehr als zweifelhaft.

Keine Personalprobleme plagen dagegen den Chefcoach des VfR Grünstadt, Christian Rutz, der sein Team in dieser Woche dreimal zum Training bat. „Ich habe die Qual der Wahl, kann von 20 Feldspielern leider nur 16 nominieren, und auch nur zwei von vier Torleuten“, ließ der Coach erkennen. Alle würden auf den Start der Landesligasaison hinfiebern und er, so Rutz, könne den Einsatz und das Engagement jedes einzelnen Akteurs nur loben. „Ausnahmslos alle haben hervorragend und beispielhaft gearbeitet, alle sehen sich als ein Team und jeder weiß, dass nur eine bestimmte Anzahl von Akteuren auf dem Spielberichtsbogen namentlich erscheinen kann“, berichtet Rutz. Er habe jedoch klare Signale gesetzt, dass diejenigen, die sich nicht im Kader befänden, in der zweiten Mannschaft spielen würden.

Rutz ist von seiner Elf überzeugt

„Das hat keineswegs etwas mit Schwäche oder Ähnlichem mehr zu tun, aber wir sollten alle Teams beim VfR, bei dem in diesem Jahr eine deutliche Aufbruchsstimmung festzustellen ist, als eine geschlossene Einheit sehen“, sagt Rutz. Nicht zuletzt feiert der Traditionsclub in diesem Jahr sein 100-jähriges Vereinsjubiläum. Rutz meinte, er sei von seiner Elf überzeugt, wobei auch dann Ruhe zu bewahren wäre, wenn es am Anfang nicht so laufe wie erwartet. Den 5:1-Pokalerfolg beim Bezirksligisten VfR Frankenthal am vergangenen Samstag wolle er keineswegs überbewerten. „Da gab es schon schöne Spielzüge und Kombinationen, aber mehr auch nicht.“

Rutz weiß, zu was seine Akteure in der Lage sind. Die Parole am Freitag würde klar lauten, gegen Herxheim keineswegs zu verlieren. Die genaue Mannschaftsformation will Rutz erst kurz vor der Begegnung bekanntgeben. Das Hinspiel in der vergangenen Saison gewann der VfR mit 1:0 durch einen Treffer von Michael Bechtel (26.). Im Rückspiel revanchierten sich die Südpfälzer in ihrem Stadion „Am Krönungsbusch“ und siegten mit 3:1. Die Partie leitet Schiedsrichter Oliver Götte aus Nierstein.

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