Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Grünstadt: VfR Grünstadt mit der besseren Personalsituation

Andreas Tillschneider
Andreas Tillschneider Foto: Lau

Beim SV Geinsheim, einem Fußballclub, der in der Landesliga Ost in den vergangenen Jahren oft im unteren Mittelfeld zu finden war, gastiert am Samstag (14.30 Uhr, Gerhard-Oswald-Stadion) der VfR Grünstadt.Im Gegensatz zu den Gästen, bei denen nur der langzeitverletzte Florian Frank ausfällt, muss Geinsheims Coach Rudi Brendel auf viele seiner Stammspieler verletzungsbedingt verzichten.

Darunter wichtige Leistungsträger wie Pascal Nebel. Brendel, der ob seiner ununterbrochenen 16-jährigen Trainertätigkeit bei der Mittelhaardter Elf „Rehhagel der Vorderpfalz“ genannt wird, hatte bei der 1:6-Schlappe beim SV Gimbsheim am Wochenende gerade zwei Feldspieler aus der 1b-Elf auf der Bank. „Ich weiß nicht, ob und wie ich gegen Grünstadt ein komplettes Team zusammenbekomme“, klagt der Mann, der als junger Spieler vor 30 Jahren zum damaligen Oberligisten SV Geinsheim stieß.

Brendel setzte immer auf Nachwuchsförderung

Interessant: Im Mittelpunkt der Philosophie des 56-jährigen Trainerfuchses stand dabei immer der Nachwuchs: „Ich coachte Geinsheim von der A-Klasse bis zur Landesliga und mein Bestreben ist, junge Talente auszubilden und weiterzuentwickeln.“ Brendel wäre deshalb mit einem Punkt zufrieden: „Wir werden gegen eine Gästemannschaft, die über technisch erstklassige Akteure verfügt und die ich auch jetzt noch zum Favoritenkreis rechne, trotzdem alles geben und den Kampf annehmen.“

Geinsheim steht unter einem gewissen Druck, gewann bislang gerade zwei Begegnungen im eigenen Stadion und schaffte drei Unentschieden. Allerdings: Das 0:0 beim heimstarken TuS Altleiningen war bemerkenswert. VfR-Coach Christian Rutz hat die Qual der Wahl, lediglich sein Stammtorwart Enez Aslan leidet noch an einer Bänderverletzung. Dass der 25-jährige Keeper gegen Geinsheim fit ist, dürfte ausgeschlossen sein.

So wird vermutlich Joachim Beenken im Tor stehen, der seine Aufgabe gegen Ruchheim ordentlich löste. Rutz: „Ich besitze mit Marco Knell, der bei den A-Junioren spielen dürfte, ebenfalls einen ausgezeichneten Schlussmann, den ich langsam aufbauen und nicht verheizen möchte. Er wird noch seine Chance bekommen.“

Tillschneider nach Rot-Sperre zurück

Andreas Tillschneider, zentraler Abwehrstratege, sei nach seiner Rotsperre wieder dabei, was die einzige Änderung in der Mannschaftsaufstellung nach sich ziehe. Rutz: „Ich habe bis auf Tillschneider keinen Grund, an der Formation viel zu ändern, denn die Jungs haben beim 3:2-Sieg gegen Ruchheim in der zweiten Hälfte eine klasse Partie abgeliefert.“ Auch Alexander Simon stehe wieder bereit.

Er erwarte in Geinsheim auf dem kleinen Feld ein Kampfspiel. Rutz: „Meine Akteure dürfen sich von der Härte der Platzherren nicht beeinflussen lassen, werden bestimmt auf einen Gegner treffen, der sich wie ein angeschossener Hund verhält.“ Geinsheim sei bei Standardsituationen gefährlich, also bei Eckbällen und Freistößen, die es zu verhindern gelte. Rutz: „Wir wollen die Punkte mitnehmen.“ Schiedsrichter der Begegnung ist Fabian Jutzi (Fischbach). lau

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