Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Grünstadt: Kickboxer kommen mit vier Medaillen aus Ungarn zurück

Auf der Erfolgswelle: Angelina Czekalla.  Foto: SCHÄFER/FREI
Auf der Erfolgswelle: Angelina Czekalla.

Sichtlich erschöpft, aber erfolgreich sind die National-Athleten und Betreuer des Martial Arts Team Pfalz von der Jugend-Europameisterschaft in Györ/Ungarn zurückgekehrt. Je zwei Silber- und Bronzemedaillen hatten sie im Gepäck.

„Es gibt bei einer Europameisterschaft keinen leichten Gegner, hier kämpfen die Besten ihres Landes. Für eine EM nominiert zu sein, ist ein großartiger Erfolg“, sagt Sven Mager. Das Mitglied des Bundestrainerstabes coachte jeden Kampf seiner Auswahl. Für die Europameisterschafts-Debütanten Leo Meng und Quentin Marx war im Viertelfinale das Turnier beendet. Meng traf in seiner Gewichtsklasse auf den späteren Europameister Kyle Moore aus Irland und Marx musste sich dem Finalisten Daniel Denes/Ungarn geschlagen geben.

Verletzung bereitet Probleme

Mit großen Problemen in ihrer Vorbereitung hatte Vizeweltmeisterin Kiara Mager zu kämpfen. Ihre Verletzung bereitete ihr in der ersten Runde des Viertelfinales Probleme. Knapp unterlag sie Nurhana Fazlc aus Österreich.

Deutlich besser vorbereiten konnte sich dagegen ihr Bruder Fynn Mager. Besonders in den Begegnungen mit dem Polen Cezary Aderek und dem Briten Harrison Bains-Doyle konnte er sein umfangreiches technisches Repertoire abrufen, was ihm die EM-Bronzemedaille einbrachte. Ebenfalls Bronze erreichte er im Junioren-Teamkampf, für den er zusätzlich nominiert war.

Raiko Schäfer schafft es ins Finale

Für eine Überraschung sorgte Raiko Schäfer bei seiner ersten Europameisterschaft. Titelanwärter wie Stefan Prokopov aus Bulgarien oder Zach Lamari aus Irland konnten seinen Finaleinzug nicht stoppen. Das Finale verlor der junge Grünstadter knapp. Dennoch freute er sich über die Silbermedaille.

Die 16-jährige Angelina Czekalla schlug im Achtelfinale die Italienerin Gaia Visentin und blieb auf der Erfolgswelle. Im Finale traf sie auf die amtierende Weltmeisterin Jodie Browne aus Irland, die sich aufgrund größerer Erfahrung durchsetzte. Beim Pressegespräch nach der Rückkehr aus Ungarn zeigten sich die jungen Kickboxer entspannt, lobten die Halle, in der in Ungarn gekämpft wurde. „Die Unterkünfte waren dafür nicht so schick“, beschreibt Kiara Mager das Umfeld und bekommt Zustimmung von Angelina Czekalla.

Weite Strecken sind „normal“

Die weiten Fahrten nach Ungarn seien „normal“, sagen die junge Sportler übereinstimmend, die alle vier bis fünf Mal in der Woche trainieren und das mit Ehrgeiz. „Dutch Open und die Irish Open, dann die WM 2020“, auch die ihre Ziele sind bereits gesteckt.

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