Grünstadt und Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Grünstadt: Kickboxer bringen vier Trophäen aus Irland mit nach Hause

Hier kämpft Quentin Marx (links) vom Martial Arts Team Pfalz gegen den Engländer Lyndon Turner.
Hier kämpft Quentin Marx (links) vom Martial Arts Team Pfalz gegen den Engländer Lyndon Turner.

Vier Trophäen hat das Martial Arts Team Pfalz vom WAKO-World Cup aus Dublin mit nach Hause gebracht. Über 1600 Kickboxer aus 33 Nationen haben sich in Irland zum größten und prestigeträchtigsten Kickbox-Wettkampf getroffen.

Mit einem Strahlen im Gesicht und zwei Medaillen um den Hals präsentierte sich der zwölfjährige Jugend-Nationalsportler Quentin Marx nach der Landung am Frankfurter Flughafen. Bei 34 gestarteten Kämpfern seiner Gewichtsklasse, setzte er sich gegen den Italiener Finzino, danach gegen die Briten Potter und Turner und im Halbfinale gegen den Iren Golding durch. Lediglich im Finale musste er sich denkbar knapp dem Schotten Aiden Lennon geschlagen geben. Mit einer ähnlich starken Leistung sicherte sich der junge Pfälzer in einer höheren Gewichtsklasse die Bronzemedaille. „Quentin hat perfekt umgesetzt, was wir trainiert und im Vorfeld besprochen haben, taktisch und kämpferisch einfach genial. Das Finale hat er gerade mit einem Punkt Unterschied verloren, das ist ärgerlich, aber das ist Sport“, sagte Trainer Marcel Ritter.

Trainer holt Silber-Medaille

Auch Ritter selbst belohnte sich mit der Silbermedaille. Der WAKO-Pro- Weltmeister erreichte nach dramatischen Vorkämpfen in einem internationalen Elitefeld das Finale, das er gegen den Amerikaner Conor McClinchey verlor. Bronze erreichte Ritter mit dem Top-Ten-Germany-Team, für das er wiederholt nominiert war.

Ein weiteres Ausrufezeichen setzte Angelina Czekalla im Kampf um den begehrten Grand-ChampionTitel. Unter 40 Kämpferinnen durfte sie sich über einen bemerkenswerten fünften Platz freuen.

Großes Pech hatte das Junioren Team der Pfälzer. Leo Meng, Raiko Schäfer, Quentin Marx und Jonathan Köhler setzten sich zuerst gegen das irische Team sehr deutlich durch, konnten aber aufgrund einer Verletzung von Meng nicht mehr weiterkämpfen. „Die Jungs lagen gegen die Briten in Führung. Nach der Armverletzung von Leo in der letzten Runde brach ich den Kampf ab, da die Gesundheit meiner Sportler klar vorgeht“, sagte Ritter.

Dafür konnten Schäfer und Köhler, Debütant in Irland, in ihren Einzeldisziplinen den fünften und neunten Platz erreichen. „Ich bin mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Dieser World Cup hat höchstes internationales Niveau. Um in diesem großen Starterfeld vorne dabei zu sein, bedarf es vieler Kämpfe. In Irland bekommt man keine Titel geschenkt“, betont Ritter.rhp/jös

x