Grünstadt Grünstadt: Bauern und Winzer protestieren für die Anliegen ihres Berufsstands
Die Brücken über der B271 mit Traktoren besetzt, die orangen Warnleuchten angeschaltet als sichtbares Zeichen ihres Protest: So haben Winzer und Landwirte in der Vorderpfalz am Mittwochnachmittag auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. Und sie wurden bemerkt. Der Auflauf auf der Hesselbrücke vor Bockenheim ist zunächst gering, hier stehen nur zwei Traktoren, ein weiterer Winzer platziert seinen Weinbergsschlepper auf dem Verkehrsinsel in der Einfahrt Richtung Asselheim. Dennoch: Schon hier werden die Landwirte bemerkt. Viele Autofahrer hupen, geben Lichtzeichen oder zeigen den Daumen hoch als Unterstützung für die Aktion, die zwar auffällt, aber wenig in den Verkehr eingreift. In Grünstadt und auf der B 271 fahren derweil andere Landwirte mit ihren montierten Protestschildern ihre Runden. Hier ist schon mehr zu spüren, dass der Protest auf den Verkehrsfluss wirkt. Aufgerufen worden war zu der Aktion über die Internetseite www.landwirtschafftverbindung.de. Gefolgt waren Aufruf zur gemeinsamen Protestaktion allein im Leiningerland bis hin nach Bad Dürkheim Vertreter aus mindestens 50 Betrieben mit ebensovielen Schleppern aller Größenordnungen. Holger Reiß war beispielsweise aus Kleinniedesheim gekommen, Alexander Hartmetz, der auch auf der Brücke über die B 271 neu bei Kirchheim steht, erzählt, dass sein Cousin im Raum Neustadt ebenfalls an der Aktion teilnimmt. Aus Gerolsheim ist Alexander Eberle gekommen, aus Battenberg Christian Denig. Sie alle protestieren mit anderen Vertretern aus der grünen Branche für ihre Arbeit und Leidenschaft für den eigenen Beruf, der in den vergangenen Jahren von Politikern und Aktivisten negativ dargestellt worden sei. „Wir wollen auf unsere lokalen Angebote hinweisen, darauf, was wir täglich für die Menschen produzieren“, sagt beispielsweise Alexander Hartmetz.