Grünstadt Gemeinsam wirken

„Der christliche Glaube verbindet uns“: Änne Schubert (links) und Rosa Balthasar sind Grüdungsmitglieder der Kirchheimer KFD.
»Der christliche Glaube verbindet uns«: Änne Schubert (links) und Rosa Balthasar sind Grüdungsmitglieder der Kirchheimer KFD.

Vor 40 Jahren wurde in der Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer in Kirchheim eine Frauengruppe gegründet, die dem Bundesverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) angeschlossen ist. Das Jubiläum haben die Mitglieder der KFD Kirchheim/Bissersheim am Wochenende gemeinsam gefeiert und sich dabei an die Anfänge zurückerinnert.

Die beiden Gründungsmitglieder Änne Schubert ( 80) und Rosa Balthasar (90) können sich noch gut an die Anfangszeit der KFD in ihrer Heimatgemeinde erinnern. „Es musste viel organisiert werden. Gemeinsam haben wir überlegt, wie wir Geld in die Kasse bekommen, um Dinge anzugehen, die für den guten Zweck sind“, sagt Schubert. So wurde beispielsweise im Herbst Neuer Wein verkauft, um die Kosten für das Porto der Hilfspakete mit Kleidern zu decken, die in bedürftige Länder verschickt wurden. „Ich habe viele Nachmittage im Pfarrheim verbracht“, so Schubert. Die heute 80-Jährige war die erste Kassenwartin der Gemeinschaft und bildete mit drei weiteren Frauen das Vorstandsteam. Später, in den 90er Jahren, begleitetet sie für acht Jahre das Amt der Vorsitzenden. Die Idee, eine KFD zu gründen, so erinnert sich Schubert, habe Marliese Engler gehabt, die auch den Vorsitz übernahm. Gleich nach Beginn der Gründung habe die Gemeinschaft 29 Mitglieder gezählt. Bis heute hat sich die Gruppengröße kaum verändert: Aktuell gehören ihr 30 Frauen an. Änne Schubert kann an den monatlichen Treffen leider nicht mehr teilnehmen, da sie nun im Odenwald wohnt. „Es war aber eine schöne Zeit. Den Austausch unter den Frauen und die vertrauensvolle Gemeinschaft habe ich sehr geschätzt. Der christliche Glaube verbindet uns.“ Noch heute aktiv dabei ist Rosa Balthasar. Die 90-Jährige sei sofort von der Idee, eine KFD in Kirchheim zu gründen, begeistert gewesen, erzählt sie. „Ich nehme regelmäßig an den Aktivitäten teil. Man kommt unter Leute.“ Das sei übrigens auch der Grund für ihre Mitgliedschaft gewesen. Beim damaligen Gemeindepfarrer Max Heintz, der ebenfalls an der Jubiläumsfeier im Pfarrheim teilnahm, habe sie vor 40 Jahren vorgesprochen und sich für die Gründung eingesetzt. In der näheren Umgebung gab es damals in Weisenheim am Sand und in Freinsheim bereits jeweils eine KFD. Pfarrer Heintz erinnert sich: „Die Frauen wollten gemeinsam wirken, was ich natürlich unterstützte. Damals gehörte Kirchheim noch zur Pfarrei Freinsheim.“ Mittlerweile haben Hedi Grundhöfer-Heil und Anita Hosinger den Vorsitz übernommen. Die Gemeinschaft gestaltet unter anderem die Gottesdienste mit, veranstaltet Fachvorträge zu Themen wie Gesundheit, Kräuter oder Natur und ist mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt präsent. Über neue Mitglieder würde sich die KFD Kirchheim/Bissersheim freuen. „Es ist nicht ganz einfach, vor allem jüngere Frauen zu gewinnen. Das liegt daran, dass die meisten heutzutage berufstätig sind“, weiß Hosinger. Ihr jüngstes Mitglied sei 50 Jahre alt, die älteste Frau 90 Jahre alt. Die Gemeinschaft der KFD bilde einen tollen Zusammenhalt und setze sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Staat und Gesellschaft ein, ergänzt Grundhöfer-Heil. Besonders in der heutigen Zeit sei es wichtig, miteinander in den Dialog zu treten, sind sich die beiden Vorsitzenden einig.

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