Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Gegen den Trend: Gleich zwei Neujahrsbabys

Emily ist das erste Neujahrsbaby im Kreiskrankenhaus Grünstadt gewesen. Mama Isabelle Stich und Papa Lars Dörge freuen sich.
Emily ist das erste Neujahrsbaby im Kreiskrankenhaus Grünstadt gewesen. Mama Isabelle Stich und Papa Lars Dörge freuen sich.

Gleich zwei Erdenbürger sind am ersten Tag des neuen Jahres im Kreiskrankenhaus Grünstadt zur Welt gekommen. 2024 allerdings ist die Anzahl der Entbindungen dort zurückgegangen. Woran das liegt und in welchem Monat im Kreißsaal am meisten los war.

Nach drei Christkindern, die exakt an Heiligabend auf die Welt kamen, sind im Kreiskrankenhaus Grünstadt nun auch zwei Neujahrsbabys geboren worden. Emily hat nur rund zwei Stunden nach dem Feuerwerk verstreichen lassen: Um 2.10 Uhr tat sie ihren ersten Schrei. Das 49 Zentimeter große und 3040 Gramm schwere Mädchen ist damit der erste neue Erdenbürger des Jahres 2025 in der Grünstadter Klinik. „Der errechnete Termin war der 23. Dezember“, erzählt die Mama Isabelle Stich über ihr erstes Kind. Der Vater Lars Dörge erklärt, weshalb er und seine Partnerin das Kreiskrankenhaus für dieses Ereignis gewählt haben, obwohl sie in Kaiserslautern wohnen: „Wir haben uns verschiedene Kreißsäle angeschaut, aber hier haben wir uns gleich wohlgefühlt.“

Auf Empfehlung sind Nicola und Alexander Rudi nach Grünstadt gekommen. Um 13.55 Uhr konnten die beiden David Romeo in Empfang nehmen. „Die sind hier alle sehr freundlich und entspannt“, schwärmt die Mutter vom Personal. Es herrsche keine typische Krankenhaus-Atmosphäre. Der Papa ergänzt: „Die Kompetenz hier überzeugt ebenfalls.“ Ihr Sohn (3640 Gramm und 55 Zentimeter), der eigentlich am 25. Dezember kommen sollte, hat bereits einen zweijährigen Bruder: Ilja Alexander erblickte in Freiburg das Licht der Welt. Die Familie ist erst im Januar 2024 nach Offstein gezogen, wo Alexander Rudi aufgewachsen ist.

Mehr Jungen als Mädchen

Übers gesamte vergangene Jahr zählt Chefarzt Niko Grabowiecki 647 Entbindungen auf seiner Station: 341 Jungen und 306 Mädchen. Das sind 123 (16 Prozent) weniger als 2023. Gegenüber dem Rekordjahr 2021 (807 Geburten) ist es sogar ein Minus von 20 Prozent. Man hat sich nach dem Corona-Boom offensichtlich wieder auf das Niveau von 2019 (654 Säuglinge) eingependelt. „Das liegt im deutschlandweiten Trend“, blickt Stationsleiterin Claudia Goldner auf den anhaltenden Geburtenrückgang in der Bundesrepublik, der nun wohl auch im als babyfreundlich zertifizierten 184-Betten-Haus angekommen sei.

Mehrlingsentbindungen gab es nicht. „Die werden zunehmend als Risikogeburten angesehen, und den Eltern wird empfohlen, in ein Krankenhaus mit angeschlossener Kinderklinik zu gehen“, erläutert Goldner. Die Kaiserschnittrate liegt laut Grabowiecki seit langem stabil bei um etwa 30 Prozent. „2010 waren es noch 40 Prozent“, sagt er. Beim Blick in die von ihm eingeführte Statistik stellt er fest: Die meisten Babys gibt’s im August (2024: 69), die wenigsten im Februar (44).

Auch David Romeo, hier mit den glücklichen Eltern Nicola und Alexander Rudi, erblickte am 1. Januar das Licht der Welt.
Auch David Romeo, hier mit den glücklichen Eltern Nicola und Alexander Rudi, erblickte am 1. Januar das Licht der Welt.
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