Altleiningen Freiwillige Feuerwehr Altleiningen lädt zum Tag der offenen Tür
Das Feuerwehrfest an Pfingsten ist mittlerweile Tradition in Altleiningen. Zum Frühschoppen haben sich bereits zahlreiche benachbarte Feuerwehren eingefunden. „Diese Tradition beruht auf Gegenseitigkeit, denn wer im Einsatz gut zusammenarbeiten will, braucht auch eine Beziehung zu den anderen Wehrleuten“, sagt Jens Rahmseger. Er ist stellvertretender Wehrführer in Altleiningen und hat an dem Morgen viel zu tun.
Die Feuerwehr aus Bobenheim am Berg ist mit einem antiken Feuerwehrfahrzeug, Baujahr 1944, angereist. Damals wurde das Gefährt bei der BASF eingesetzt und fand viele Jahre später den Weg nach Bobenheim, wo es im normalen Feuerwehrdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr zum Einsatz kam.
Besucher erfahren Wissenswertes
Einblicke gibt es für Interessierte auch hinter die Rolltore des Tanklöschfahrzeuges. Die Wehr Altleiningen ist eine von 16 Wehren in der Verbandsgemeinde Leiningerland. „85 Einsätze im Jahr 2022, darunter 15 Waldbrandeinsätze innerhalb von drei Tagen im Juli vergangenen Jahres, erforderten enormen Einsatz, berichtet Rahmseger. Dies habe die Mannschaft zusammengeschweißt und mit viel Engagement habe man auch diesen Tag der offenen Tür geplant.
Wehrführer Florian Rahmseger, der Bruder von Jens, hat neben dem Amt in Altleiningen auch noch das Amt des stellvertretendenden Wehrleiters der Verbandsgemeinde Leiningerland inne. Zufrieden sei er mit den neu geschaffenen Strukturen im Rahmen der Neubildung der Verbandsgemeinde, die auch im Leininger Tal bei der Feuerwehr Früchte tragen. Mit den modifizierten Ausrückordnungen, bei denen je nach Einsatz gleichzeitig mehrere Wehren in unmittelbarer Nähe alarmiert werden, habe man jedenfalls alle möglichen Lücken geschlossen, um wertvolle Einsatzzeit nicht verstreichen zu lassen. Insofern sei es wichtig, auch die technischen Ausstattungen den Bedürfnissen anzupassen. Ein großer Schritt in diese Richtung seien die geplanten Ersatzbeschaffungen von altgedienten Feuerwehrfahrzeugen durch die Verbandsgemeinde, die der Rat in der vergangenen Woche beschlossen hatte. „Damit kommt neueste Technik ins Leininger Tal“, sagt Rahmseger.
Nachwuchs begeistern
Neu ist in Altleiningen seit gut einem Jahr die frisch gegründete Jugendfeuerwehr, die von bis zu zwölf Mädchen und Jungen besucht werde. Langfristiges Ziel sei, möglichst viel Nachwuchs zu generieren, denn bereits derzeit sei es nicht einfach, neue Mitglieder für die Feuerwehr zu begeistern.
Im Außenbereich schauen zwischenzeitlich einige Interessierte beim Start der Drohne zu. Im Landkreis Bad Dürkheim gibt es zwei solcher fliegenden Informanten, eine davon ist in Altleiningen. Ausgestattet mit einer speziellen Kamera sowie einer Thermokamera kommt dieses Gerät immer öfter bei großen Schadenslagen, Waldbränden oder auch bei Personensuche zum Einsatz. Auch im benachbarten Donnersbergkreis war man damit mehrfach im Einsatz.
Richtige Verhaltensweise bei Gefahr
Beim Tag der offenen Tür beispielsweise beobachtet die Drohne brennendes Öl, welches von der Wehr zu Demonstrationszwecken entfacht worden ist. Eine Situation, die in häuslichen Küchen zu Bränden führt. In einem abgesperrten Bereich wird ein Behälter mit haushaltsüblichem Speiseöl erhitzt und angezündet. Die große Frage: Wie kann ich diesen Brand löschen? „Auf keinen Fall mit Wasser löschen“, erklärt Jens Rahmseger. Was passiert, wenn man dies dennoch tut, veranschaulicht ein Feuerwehrmann kurz darauf. Dieser schüttet Wasser in das kochende und brennende Öl und innerhalb von Sekunden entsteht ein mächtiger Feuerball, der große Hitze abstrahlt. Sofern ein solcher Vorfall sich in einer Küche abspiele, wäre es zu einem flammenden Inferno gekommen. Der einfachste Weg sei, so der Feuerwehrmann, dem Brandherd im Topf den Sauerstoff zu entziehen, indem man einen Deckel daraufsetzt und natürlich den Herd ausschaltet. Auch gäbe es für Fettbrände entsprechende handliche Feuerlöscher in kleineren Flaschen, die in keiner Küche fehlen sollten. Sofern das Löschen nicht glückt, dann Fenster schließen, den Raum verlassen und Türen schließen sowie unmittelbar den Notruf 112 absetzen und die Feuerwehr alarmieren.
Zum Abend hin füllt sich das Gerätehaus und die Gäste feiern bei der Blaulichtparty bis spät in die Nacht.