Grünstadt Es ist Platz für alle

Will Brillen verkaufen, die ein Leben halten: Florian Hofferer.
Will Brillen verkaufen, die ein Leben halten: Florian Hofferer.

In Grünstadt hat ein neuer Optiker eröffnet: Mit dem Geschäft „Buena Vista Augenoptik“ von Florian Hofferer beheimatet die Stadt allerdings nun schon sechs solcher Läden. Doch der 29-jährige Optikermeister glaubt daran, dass genügend Kundenpotenzial vorhanden ist.

Die Frage, die der Existenzgründer Hofferer in den letzten Wochen am häufigsten zu hören bekommen hat, zielt daher auch auf eben diese Situation ab: Sind sechs Optikergeschäfte nicht zu viel für Grünstadt? Derzeit gibt es bereits Optik Teichmann, Fritz Lampe, Delker Optik und Optik Neumann in der Fußgängerzone sowie Aktivoptik im Globusmarkt. Hofferers Laden hat in der Sausenheimerstraße 10, der ehemaligen Buchhandlung Garamond, eröffnet. Der junge Optikermeister sieht jedoch genügend Kundenpotenzial in Grünstadt und hat die Ladenfläche von rund 160 Quadratmetern seit September mit Freunden und Familie renoviert. Insgesamt hat er in den Umbau etwa 60.000 Euro investiert. Als größten Vorteil seines Standorts sieht er den vergleichsweise großen Verkaufsraum und die Parkplätze direkt vor der Ladentür. Bei der Erstellung des Markenkonzepts hat ihn seine Lebensgefährtin Helena Klingler maßgeblich unterstützt. Sie studiert in Mainz Kommunikationsdesign. „Es macht mir als Studentin unglaublich Spaß, an einem realen Projekt zu arbeiten“, so Klingler über die Arbeiten an dem Logo und dem Design. Die Leitlinien seines Ladens sollen nun „Bodenständigkeit, Qualität und Nachhaltigkeit“ sein, sagt Hofferer. Das bedeutet für den Optiker, dass seine Brillen im Idealfall noch Teil der Erbmasse des Kunden werden. „Ich will Brillen verkaufen, die man reparieren kann und bei denen man Ersatzteile auch langfristig erhalten kann.“ Eine kleine Überraschung für die Stammkunden seiner Geschäftsadresse hat Hofferer sich auch ausgedacht. Als ihn während der Renovierungsphase immer wieder ehemalige Kunden aufgesucht haben und ihre alten Garamond-Gutscheine einlösen wollten, kam ihm die Idee, diese anfangs im angemessenen Umfang auch als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Mehr zum Thema
x