Grünstadt Ermittler: Polizisten schossen in Notwehr

Trauer am Tatort: In diesem Kirchheimer Anwesen hat ein 25-Jähriger seiner Mutter tödliche Verletzungen zugefügt, ehe er von zwe
Trauer am Tatort: In diesem Kirchheimer Anwesen hat ein 25-Jähriger seiner Mutter tödliche Verletzungen zugefügt, ehe er von zwei Grünstadter Polizisten erschossen wurde.

In Notwehr haben die beiden Polizisten geschossen, die im vergangenen Oktober in Kirchheim einen 25-Jährigen töteten. Zu diesem Ergebnis ist die Staatsanwaltschaft gekommen, die deshalb das Verfahren gegen die beiden Beamten eingestellt und zugleich neue Details öffentlich gemacht hat.

„Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.“ So steht es im Strafgesetzbuch – und so gilt es im Fall der zwei Polizisten, die am 19. Oktober 2018 in Kirchheim einen 25-Jährigen erschossen. Das hat gestern die Frankenthaler Staatsanwaltschaft mitgeteilt, die in den vergangenen Monaten das Drama rekonstruiert hat. Nun bescheinigt sie den beiden Beamten: Sie mussten schießen, um sich vor den Attacken des mit einer Schere bewaffneten Mannes zu schützen. Erstmals haben die Ankläger gestern zudem erkennen lassen, dass es zu diesem Zeitpunkt noch um die Rettung eines weiteren Menschen ging: Als die beiden Polizisten eintrafen, war den Angaben zufolge auch die Mutter des 25-Jährigen noch am Leben. Er hatte sie zuvor in einem psychischen Ausnahmezustand mit Stichen und Schlägen traktiert. Die 56-Jährige erlag demnach erst später ihren schweren Verletzungen, nachdem Reanimationsversuche der Rettungskräfte gescheitert waren. Südwest

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