Grünstadt Die Mannschaft stellt sich von allein
«GRÜNSTADT.» Der VfR Grünstadt gastiert heute in einem vorgezogenen Meisterschaftsspiel der Fußball-Landesliga Ost beim noch sieglosen FV Fortuna Mombach (Spielbeginn 19 Uhr). Gegen die Rheinhessen, die nach vier Jahren Verbandsliga Südwest vergangene Saison abgestiegen sind, müssen endlich wieder drei Punkte her.
Mombach selbst hat mit gerade mal einem Zähler einen enttäuschenden Rundenstart hingelegt. Der Punktgewinn datiert noch vom ersten Spieltag und gelang bei einem mageren 1:1 gegen den BSC Oppau. Dabei erscheint die Mainzer Vorstadtelf alles andere als schwach. Denn Trainer Oliver Schmitt besitzt eigentlich einen qualitativ hochwertigen Spielerstamm mit relativ jungen Akteuren. So wurde der 25-jährige Kevin Frey beim früheren Zweitligisten Wehen Wiesbaden groß, spielte in der Regionalliga und kam vor zwei Jahren von der TSG Hechtsheim. Das 20-jährige Nachwuchstalent Takeru Hiyama kam von Wormatia Worms. Mit dem 23-jährigen Mannschaftskapitän Joseph Meier besitzen die Rheinhessen einen erfahrenen Oberliga-Akteur. Zuletzt kickte der 1,90-Meter-Abwehrstratege beim Ex-Oberligisten SV Gonsenheim, spielte vergangene Saison noch im Verbandsligateam von Mombach. Co-Trainer und Offensivakteur ist der 26-jährige Felix Zaucker. Der Vollblutstürmer kam von Schott Mainz. Mit dem 23-jährigen Sergen Yesilyurt, einen Mann für die linke Außenbahn, und dem 21-jährigen Pascal Kalbfuß, Offensivspieler, wechselten zwei versierte Akteure von Mainz-Weisenau nach Mombach. Dennoch: die Rheinhessen hatten sich nach dem Neuaufbau des Teams den Auftakt in der Landesliga Ost sicherlich leichter vorgestellt. Erst ein Unentschieden bei drei Niederlagen und 13 Gegentreffern (Grünstadt hat sogar 14 Gegentore kassiert) – eine alles andere als befriedigende Ausbeute. Das zehrt nicht nur an der Psyche, sondern auch am Selbstvertrauen. Da kann auch Fabian Herchenhan, Spielercoach des VfR Grünstadt, ein Lied von singen. Erst einmal ging seine Elf beim 5:3 gegen Horchheim bisher als Sieger vom Platz. Die Grünstadter liegen mit drei Pünktchen auf dem zwölften Rang der Tabelle, haben gerade zwei Zähler Vorsprung auf Mombach, im Gegensatz zu den Rheinhessen (4) aber schon acht Tore erzielt. „Jeder darf Fehler machen, wenn er aber bereits mit Angst in die Begegnung geht, hat er schon von vornherein verloren“, stellt Herchenhan klar. Er hatte in den zwei Trainingseinheiten am Montag und Mittwoch einiges zu tun, um seine jungen Mitspieler wieder aufzurichten. Herchenhan: „Es ist doch klar, dass nach drei Niederlagen bei nur einem Sieg die Stimmung nicht gerade überschwappt.“ In Mombach müssen also jetzt unbedingt drei Punkte her. Das dürfte allerdings schwer werden, denn die Personalsituation bei den Vorderpfälzern ist derzeit nicht gerade rosig. Routinier Jochen Gillmann hat sich am Knie verletzt, und fehlt vermutlich die gesamte Vorrunde. Der Verdacht lautet auf Meniskusschaden. Keeper Mischa Mayer, der sich in glänzender Form befand, laboriert an einer Fleischwunde am rechten Bein, die er sich in der Begegnung gegen TuS Marienborn (1:2) zugezogen hatte. Außenverteidiger Dennis Lang fehlt wegen einer Bänderverletzung. Namensvetter Dennis Morczinczyk plagt ein Fersensporn, der einen Einsatz verhindert, Neuzugang Sinan Weber konnte bislang wegen einer Mandeloperation sein Offensivtalent nicht beweisen und Tobias Haffke ist mit seiner Knieverletzung zwar auf dem Weg zur Besserung, allerdings noch nicht einsatzfähig. Hinzu kommt der unnötige Platzverweis wegen Schiedsrichterbeleidigung von Außenverteidiger Marcel Czekalla im Spiel gegen Marienborn. Er ist deshalb nicht spielberechtigt. Keine allzu guten Aussichten also. Zwar ist Mannschaftskapitän Uwe Rebholz aus dem Urlaub zurück, er hat allerdings sicherlich auch noch einen Trainingsrückstand aufzuholen. Die Mannschaft dürfte sich daher fast von alleine aufstellen. Herchenhan: „Da gibt es nichts zu klagen, wir müssen trotzdem selbstbewusst ins Spiel gehen und alles geben, um zu gewinnen.“ So spielen sie Gaspar – Frank, Rebholz, Herchenhan, Ali (Bechtel) – Simon – Müller, Christopher Lampert, Moncada, Fath – Gerner (Tschirschke)