Leininger Nachlese
Die erste Dschungel-Woche von Harald Glööckler
Kein Ponyhof
Stellen Sie sich vor, sie leben im Leiningerland, in einem schönen Haus in einer Gemeinde an der Weinstraße. Und plötzlich werden Sie aus dem Idyll herausgerissen und in den südafrikanischen Dschungel geschickt, um Tierhoden zu essen und sich Schlammschlachten mit C-Promis zu liefern. So in etwa geht es Harald Glööckler aus Kirchheim.
Vor einer Woche ist er ins Dschungelcamp der RTL-Sendung „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ eingezogen. Damit Sie nicht alle Folgen bei RTL nachschauen müssen, haben wir die erste Woche für Sie mal zusammengefasst.
Der eigenen Angst stellen
Gleich zu Beginn musste sich Glööckler seiner Angst stellen. Um im Camp an Essen zu kommen, müssen sich die Prominenten im Camp in sogenannten Dschungelprüfungen beweisen. Dabei müssen sie Sterne sammeln. Je mehr Sterne, desto mehr Essen gibt es für alle. Bereits bei der ersten Dschungelprüfung musste sich Glööckler seiner Angst stellen. „Ich hatte als Kind schon ein Problem mit Höhe. Ich kann auch nicht schaukeln“, sagte er den RTL-Kameras. Es ging darum, über riesige Gummibälle in schwindelerregender Höhe zu springen. Bis zum letzten Stern schaffte es der Kirchheimer.
An Tag fünf begegnete der Modezar noch einmal seiner Angst. Bei der Dschungelprüfung „Stars am Abgrund“ hätte er eigentlich im drittgrößten Canyon der Welt per Trampolin auf ein Netz springen sollen. Der Wind machte der Prüfung aber einen Strich durch die Rechnung: zehn geschenkte Sterne für Glööckler.
Bekannt ist das Dschungelcamp auch für Dschungelprüfungen, die mit dem Essen von skurrilen Dingen zu tun haben. Glööckler musste in einer Prüfung herausfinden, welches tierische Körperteil sich in einer Box befindet, und dieses dann verspeisen. Der Vegetarier Harald Glööckler biss im wahrsten Sinne die Zähne zusammen und ließ sich den richtig erkannten Penis eines afrikanischen Kudu schmecken. Zu Janina Youssefian, die dafür bekannt ist, mit Dieter Bohlen in flagranti in einem Teppichladen erwischt worden zu sein, sagte Glööckler nach der Prüfung: „Schatz, das ist nicht der erste Schwanz, den ich im Mund hatte. Aber der ekelhafteste.“
Zwei Sorten Stars
Die größte Herausforderung dürfte aber für Glööckler sein, mit den erprobten Reality-Stars mitzuhalten. Wie er selbst an Tag sieben feststellte, gibt es zwei Arten Stars im Camp: „Ich bin für viele Menschen eine Ikone und sehr glamourös. Ich mache das 35 Jahre“, sagte er und nimmt da auch zwei andere mit ein: die Schauspielerinnen Anouschka Renzi und Tina Ruland.
Es gibt aber noch die andere Gruppe: die Reality-Stars. Zu denen gehört etwa Filip Pavlovic, der 2018 Kandidat bei der „Bachelorette“ war. Für die Leserinnen und Leser, die nicht so oft RTL schauen: In dieser Sendung buhlen 20 Männer um das Herz einer Junggesellin, die in jeder Folge Rosen vergibt – und zwar immer eine weniger als Teilnehmer da sind. Wer keine bekommt, fliegt raus. Ein bisschen wie bei der Reise nach Jerusalem.
Bei einer ähnlichen Sendung, nur für schwule Männer, war Manuel Flickinger (33), der in Limburgerhof lebt: „Prince Charming“. Linda Nobat (26) ist durch den „Bachelor“ bekannt geworden – Sie werden das Prinzip der Sendung ahnen.
Zoff mit Tina Ruland
Auch in die Schublade der Reality-Stars steckt Glööckler die 28-jährige Tara Tabitha. In Deutschland ist sie noch recht unbekannt, in Österreich aber ein Star. Bekannt wurde sie dort durch die ATV-Serie „Saturday Night Fever – So feiert Österreichs Jugend“. Mit dem Satz „Ich weiß schon, dass ich mich anziehe wie eine Hure, aber ich zeig mich halt gern“ wurde sie in unserem Nachbarland als 17-Jährige zur Legende. Nach einem erfolglosen Spin-Off war es dann aus mit der Fernsehkarriere, doch mit 100.000 Followern auf ihrem Instagram-Account reicht es für ein Social-Media-Leben in London.
Während Tina Ruland sich auf die Seite der Reality-Stars schlägt, steht Glööckler fest an der Seite von Anouschka Renzi. „Ich weiß auch nicht, wie man solche Leute und uns hier zusammentun kann“, sagt er zu Renzi. Mit Ruland hatte Glööckler auch einen kleinen Konflikt: Als es darum ging, wie diese ihre Aufgabe als Teamchefin wahrnimmt, war das dem Kichheimer etwas zu harsch. „Ja, Frau Kommandante“, antwortete er ihr, was zu einem Streit im Camp ausuferte, als Anouschka Renzi ihm beisprang.
Ich und Anouschka
Auch wenn Glööckler sein Leben im Château Pompöös gegen den Dschungel mit unbequemen Feldbetten tauscht: Die Höflichkeit darf dabei nicht flöten gehen. „Ich und Anouschka hatten ein Gespräch“, sagte Reality-Star Jasmin Herren. „Das heißt Anouschka und ich“, korrigierte Glööckler. Immerhin: Anstand hat er.
Und dann war da noch die Offenbarung von Harald Glööckler: Seine verstorbene Mutter sei ihm als Geist erschienen. Später habe ein Medium herausgefunden, dass sich die Seelen von ihr und Glööcklers Vater im Jenseits versöhnt hätten. Außerdem erzählte Glööckler von den Eheproblemen mit seinem Mann. Gesprächstherapie ist ja wichtig, aber hoffentlich wirkt sie auch, wenn die RTL-Kameras mitlaufen.
So, liebe Leserinnen und Leser, jetzt Sind Sie auf dem neuesten Stand und können mitreden, was unser Kirchheimer so im RTL-Dschungel treibt. Ob Glööckler mit der Krone des Dschungelkönigs nach Hause kommt?
gute Unterhaltung
und immer zehn Sterne
wünscht Timo Benß