Grünstadt / Leiningerland Das war 2020: Viele Brände in Grünstadt und im Leiningerland
Am 8. Januar bricht ein Feuer im Wohnzimmer im ersten Stock eines Hauses in der Straße Am Wehrhaus in Grünstadt aus. Die Feuerwehr wird gegen 21.30 Uhr alarmiert, von der Polizei erfährt sie, dass der Bewohner vermisst wird. Die Wehrleute dringen mit Atemschutzmasken in das Haus ein. Das Wohnzimmer steht in Flammen. Der Brand kann schnell gelöscht werden. Doch der 86-Jährige, der allein lebte, kann im Flur vor dem Schlafzimmer nur noch tot geborgen werden. Die Obduktion ergibt, dass er an einer Rauchvergiftung starb. Das Anwesen ist unbewohnbar, der Sachschaden wird auf 300.000 Euro geschätzt.
Am 28. Januar rückt die Stützpunktfeuerwehr Hettenleidelheim aus: Auf der Terrasse der Souterrainwohnung eines Mehrfamilienhauses in Tiefenthal sind durch einen elektrischen Kohleanzünder mehrere Europaletten in Brand geraten. Durch das Feuer bersten Fenster, Rauch dringt in das Gebäude ein. Der Brand ist schnell gelöscht. Verletzt wird niemand, auch der Sachschaden hält sich in Grenzen.
Glimpflich geht auch an Karsamstag ein Dachstuhlbrand in einem Mehrfamilienhaus in Sausenheim aus: Alle Bewohner bleiben unverletzt.
Einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei löst am 11. Oktober ein Brand im Obrigheimer Pro-Seniore-Altenheim aus: Dort bricht am frühen Morgen ein Feuer im Heizkeller des Gebäudes aus. Die Wehr kann den Brand schnell löschen, der durch einen technischen Defekt verursacht wurde. Die 78 Bewohner müssen umziehen, weil durch das Feuer die Heizung zerstört wurde. 74 von ihnen kommen im Pro-Seniore-Heim in Lauterecken unter, wo sie von den 64 Obrigheimer Mitarbeitern betreut werden: Diese werden mit einem Shuttle-Service hingebracht. Die übrigen vier Bewohner werden in der Einrichtung des Betreibers in Flörsheim-Dalsheim untergebracht. Bis sie alle wieder zurückkehren können, dauert: Denn auch der Technikraum und damit die Stromversorgung sind betroffen. Der Sprecher von Pro Seniore hofft, dass die Reparaturen bis Weihnachten beendet sind.
Im November müssen die Wehren gleich dreimal innerhalb von elf Tagen ausrücken: Zuerst brennt es am frühen Freitagmorgen (6. November) bei der Firma Gechem im Kleinkarlbach. Nach den Ermittlungen der Kripo ist das Feuer in einem offenen Container für Kartonagen entstanden. Es zerstört unter anderem Holzpaletten und leere Kunststoffgebinde. Ein angrenzendes Lagergebäude wird beschädigt. Dabei entsteht ein Schaden zwischen 25.000 und 50.000 Euro. Die Kripo schließt einen technischen Defekt aus, sie vermutet, dass es sich um eine „zumindest fahrlässig begangene Brandstiftung“ handelt.
Am 11. November brennt ein Palettenlager in der Karl-Henschel-Straße in Grünstadt. Die Polizei schätzt den Schaden auf 120.000 Euro – im Inneren des völlig ausgebrannten Gebäudes wurden 3000 neue Paletten gelagert. Die Brandursache kann zunächst nicht abschließend geklärt werden, sowohl ein technischer Defekt als auch Brandstiftung kommen in Betracht.
Am 17. November brennt es gegen Mittag in einem Mehrfamilienhaus in der Sausenheimer Straße. Aus dem Fenster einer Wohnung schlagen Flammen. Polizisten bemerken den Brand, informieren die Feuerwehr und evakuieren acht Personen aus dem Gebäude. Die Mieterin und ihr Sohn sind zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise nicht in der Wohnung. Auch andere Wohnungen und das Eiscafé im Erdgeschoss werden durch die Rauchentwicklung und eine geborstene Wasserleitung beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf 200.000 Euro geschätzt. Brandursache ist eine eingeschaltete Kochplatte, stellt ein Gutachter fest.