Grünstadt Das Mülltrennungs-ABC: Keramik auf keinen Fall zum Glas

Leere Pizzakartons dürfen in die Papiertonne.
Leere Pizzakartons dürfen in die Papiertonne.

Unser Müll (1): Ein Überblick darüber, was im Kreis Bad Dürkheim wie entsorgt werden muss.

Abholung:

Im Landkreis Bad Dürkheim werden Bio- und Restmüll im Wechsel alle 14 Tage abgeholt, im Sommer gibt es beim Biomüll vier zusätzliche Leerungen. Sperrmüll, Elektro-, Elektronikschrott und Schrott werden nach Anmeldung kostenlos abgeholt. Bauschutt: Verwertbarer und nicht verwertbarer Bauschutt kann gegen Gebühr auf den Wertstoffhöfen in Esthal, Friedelsheim, Haßloch sowie beim Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) in Grünstadt abgegeben werden. Daneben gibt es im Landkreis mehrere Bauschutt-Recyclingfirmen, die ebenfalls Bauschutt annehmen. Biomüll-Tüten: Generell gilt: Biomüll gehört nicht in die Plastiktüte! Am besten wird der Biomüll mit Zeitungspapier aufgefangen und kommt mit dem Papier als trocknende Zwischenschicht in die Biomülltonne. Dies verhindert im Winter das Anfrieren und im Sommer hilft es gegen Gerüche. Wenn es doch eine Kunststofftüte sein soll, sind nur die Tüten aus Ecovio der BASF zugelassen. Christbäume: Werden nach Weihnachten je nach Ort in speziellen Weihnachtsbaumsammlungen vor der Haustür, in Containern und auf den Grünabfallsammelplätzen gesammelt. Ganz wichtig: abschmücken! Essensreste: Dürfen in die Biotonne. Wenn die Reste sehr flüssig sind, sollte die Flüssigkeit vorher abgekippt werden. Flaschen: Sind Verkaufsverpackungen und werden von den Dualen Systemen Deutschland gesammelt. Können in den Glassack für die Straßensammlung oder in Sammelcontainer, dürfen auch kostenlos auf dem Wertstoffhof abgegeben werden. Grünschnitt: Im Landkreis gibt es 25 Grünschnittsammelstellen, Anlieferung auch an den Wertstoffhöfen Friedelsheim, Esthal und beim Abfallwirtschaftszentrum Grünstadt möglich. Kleine Mengen in die Biotonne. Hundekot: Gehört in den Restmüll. Generell: Streu und Kot von fleischfressenden Tieren wie zum Beispiel Katzen immer in die Restmülltonne. Streu von Kaninchen oder Meerschweinchen kann in die Biotonne. Isolierkanne: Sie gehört in den Restmüll – falls aus Edelstahl zum Metallschrott. Joghurtbecher: Kommt als Verkaufsverpackung in den Gelben Sack. Grob sauber sollte er sein, aber man muss ihn nicht ausspülen. Wichtig: Der Aludeckel muss abgetrennt sein und nicht in den Becher gedrückt. Keramik: Darf auf keinen Fall zur Glassammlung! Keramik muss unbedingt in den Restmüll. Sie lässt sich schwierig von Glas trennen und macht beim Glasrecycling große Probleme – Einschlüsse von Keramik in Glasprodukten mindern die Festigkeit. Große Mengen an Keramik oder Porzellan können zum verwertbaren Bauschutt (Wertstoffhöfe und AWZ). Kleidung: Falls noch brauchbar: verschenken oder im Sozialkaufhaus abgeben. Falls nicht: zur Altkleidersammlung. Hierfür stehen zum Beispiel auf den Wertstoffhöfen spezielle Sammelcontainer. Es gibt aber auch schwarze Schafe, die unerlaubt Kleidercontainer in den Straßen aufstellen. Im Zweifel erkundigen, ob es sich um einen bekannten Aufsteller handelt. Falls völlig unbrauchbar, können Altkleider auch in den Restmüll. Korken: Können gut recycelt werden, was die Korkeichen schützt. Daher am besten in spezielle Korksammlungen geben, zum Beispiel auf den Wertstoffhöfen oder im Foyer des Kreishauses. Knochen und Gräten: Können sowohl in den Bio- wie auch Restmüll. Mülltonnen: Im Landkreis gibt es graue Restmülltonnen, grüne Biomülltonnen und blaue Papiertonnen, die immer im Wechsel alle 14 Tage geleert werden und an der Straße bereitstehen sollten. Die 60- und 80-Liter Restmülltonnen mit einem blauen Griff am Deckel werden vierwöchentlich geleert. Mülltrennung: Wer den anfallenden Müll trennt, spart Geld und hilft mit, die Umwelt zu entlasten. So können möglichst viele Stoffe wiederverwertet werden. Pizzakarton: darf in den Papiermüll – aber die Pizzareste sollten vorher in den Biomüll. Problemmüllsammlung: Findet in jeder Verbandsgemeinde vier Mal im Jahr statt. Sperrmüll: Wird im Landkreis Bad Dürkheim „auf Abruf“ abgeholt, das heißt zwei Mal im Jahr kann kostenlos die Abholung bestellt werden (für haushaltsübliche Mengen, bis drei Kubikmeter). Ansonsten kann Sperrmüll kostenlos auf den Wertstoffhöfen abgeben werden. Was ist Sperrmüll? Als Faustformel gilt: Alles, was bei einem (theoretischen) Umzug mitgenommen würde. Ein Sofa ist Sperrmüll – das ausgebaute Fenster nicht. Spiegel: Gilt – genau wie Fenster – als Flachglas, darf nicht zum Sperrmüll und in den Glassack, sondern kann auf dem Wertstoffhof abgegeben werden. Waschmaschine: Muss der Verkäufer kostenlos zurücknehmen, in den meisten Fällen wird die alte beim Neukauf sogar abgeholt. Ansonsten kann sie auf dem Wertstoffhof abgegeben werden. X-Box, Playstation und Co.: Gilt als Kleinelektro-Gerät und kann im Handel und auf dem Wertstoffhof abgegeben werden. Zerbrochenes Schoppenglas: Ist in der Pfalz eine kleine Katastrophe und kommt selten vor. Falls doch: Am besten in den Restmüll, sonst schneidet man sich. Dürfte auch in die Glassammlung.

Korken sollten in eine spezielle Sammlung.
Korken sollten in eine spezielle Sammlung.
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